Titelverteidigung gegen die HC Fivers

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Handballcoach Petr Hrachovec steht mit Alpla HC Hard im Finale um die österreichische Handballmeisterchaft gegen die HC Fivers.
Handballcoach Petr Hrachovec steht mit Alpla HC Hard im Finale um die österreichische Handballmeisterchaft gegen die HC Fivers. (Foto: Alexandra Köß)

Im dritten und entscheidenden Halbfinalspiel der Best-of-three-Serie in der Handball Liga Austria (HLA) hat der amtierende österreichische Meister Alpla HC Hard am Dienstag gegen die SG Insignis Handball Westwien knapp mit 28:27 nach Verlängerung verloren. Nach Ende der regulären Spielzeit stand es 24:24 (13:10). Die Vorarlberger treffen damit am Freitag (17.50 Uhr/Live auf laola1.tv und ORF Sport plus) in der Sporthalle am See auf Vizemeister HC Fivers WAT Margareten. Die Wiener besiegten Moser Medical UHK Krems ebenfalls 28:27 (11:15).

Neben den langzeitverletzten Risto Arnaudovski und Konrad Wurst musste Hard auch auf Kapitän Dominik Schmid (Bänderriss). Vor mehr als 2100 Zuschauern in der fast ausverkauften Sporthalle am See, darunter Landeshauptmann Markus Wallner und Bischof Benno Elbs, entwickelte sich von Anpfiff an ein offener Schlagabtausch (2:2, 6. Minute).

Fanatisch angefeuert von ihrem Publikum fanden die Roten Teufel laut Pressebericht immer wieder eine Lücke in der Deckung der Wiener. In Unterzahl erzielte Gerald Zeiner die 5:2-Führung (11.). In der schnellen und hochklassigen Partie gelang Westwien in der Folge drei Tore in Serie zum 8:8-Ausgleich. Ein Doppelschlag von Ivan Horvat – und die Hausherren lagen erneut vorne. Mit 13:10 ging es in die Halbzeitpause.

Nach Wiederanfpiff zogen die Gäste aus der österreichischen Bundeshauptstadt zum 13:13 gleich. Die Harder Angreifer taten sich mit der immer offensiver werdenden Deckung der Wiener sichtlich schwer.

Ein Doppelschlag von Domagoj Surac und Michael Knauth zum 16:14 (38.) verschaffte den Vorarlbergern etwas Luft. Doch die Gäste konnten immer wieder ausgleichen. Mit drei Toren hintereinander hielt Boris Zivkovic Alpla HC Hard auf Kurs (20:19/46.). Beide Teams kämpften verbissen um jeden Ball.

Siebter Feldspieler

In der 55. Minute brachte Sebastian Frimmel die Wiener nach langer Zeit erstmals wieder mit 23:22 in Führung. Drei Minuten vor Schluss führt Westwien mit 24:23. Hard-Cheftrainer Petr Hrachovec riskierte alles und brachte den siebten Feldspieler. Gerald Zeiner glückte der Ausgleich (24:24), kurz drauf warf Viggo Kristjansson aufs leere Tor. Goalie Golub Doknic ersprintete den Ball und rettete das 24:24. Es folgte zweimal fünf Minuten Verlängerung.

In dieser legte Thomas Weber nach zwei Minuten auf 25:24 vor. Domagoj Surac erhöhte auf 26:24. Kurz darauf erhielt Marko Tanaskovic eine umstrittene Zwei-Minute-Strafe und in der Folge die Rote Karte. Mit dem Stand von 27:26 für Hard wurden letztmals die Seiten gewechselt.

Gleich nach Wiederbeginn pfiffen die Schiedsrichter ein Tor von Boris Zivkovic ab. Kurz darauf gab es die nächste strittige Entscheidung der Wiener Unparteiischen, die Halle tobte. 28 Sekunden vor Schluss traf Gerald Zeiner zum 28:26. Mit 28:27 endete der Halbfinal-Krimi zugunsten von Hard. Zu den Best-Playern wurden via SMS-Voting Boris Zivkovic und Gabor Hajdu gewählt.

„Es war über 70 Minuten eine sehr starke Leistung in der Abwehr. In der zweiten Halbzeit waren wir zu ungeduldig und wollten den Sack frühzeitig zu machen. Dabei haben wir Westwien eingeladen und die Partie war bis zum Schluss auf der Kippe,“ bilanzierte Hard-Cheftrainer Petr Hrachovec das packende Spiel.

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