Theresie-von-Bayern-Platz wird zur Freiluftdisco

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Entspannte Atmosphäre auf dem Maria Theresia Platz zwischen Inselhalle und Parkhaus beim Sommer Open Air bei der Musik, die hier
Entspannte Atmosphäre auf dem Maria Theresia Platz zwischen Inselhalle und Parkhaus beim Sommer Open Air bei der Musik, die hier Axel Fetzer auflegt. (Foto: Christian Flemming)
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Das erste Sommer-Open-Air auf der Lindauer Insel hat am Freitag an einem lauen Abend stattgefunden. In entspannter Atmosphäre fanden knapp über 1000 Neugierige und Tanzfreunde den Weg auf den Theresie-von-Bayern-Platz.

„Das ist doch mal was Positives für Lindau“, zeigte sich Michael Messmer begeistert über das Event, zu dem er mit einigen Freunden gekommen war. Er war nicht der einzige, der es gut fand, dass vorne an der Tanzfläche die Musik laut genug war, um sich von den Rhythmen treiben zu lassen, einige Meter weiter hinten aber bereits eine Lautstärke herrschte, die entspannte Unterhaltung möglich machte.

Das Publikum an diesem ersten Abend war altersmäßig gut durchmischt. Das freute auch den Veranstalter Niklas Wagner, der zwischen dem Mischpult, an dem ein Lärmmessgerat hing, und der Bühne, auf der Axel Fetzer für den Sound aus den 80er- und 90er-Jahre sorgte, hin- und herpendelt.

Begonnen hatte der Abend allerdings eher tröpfelnd. Nicht bezüglich des Regens, sondern was den Besucherstrom anbelangte. Als es dämmerte kamen sie doch verstärkt zum Theresie-von-Bayern-Platz, teilweise neugierig, wie sich so ein Event an dieser Stelle macht, teilweise waren die Besucher schlichtweg offen für Neues.

Aber nicht alle trauten sich aufs Gelände, eine ganze Reihe von Neugierigen hatten sich auf der Stadtmauer niedergelassen, um sich das Treiben aus sicherer Entfernung anzuschauen. Der Eintrittspreis sowie die Preise für Essen und Trinken können allerdings nicht schuld daran sein, dass die sich nicht weitergetraut hatten.

Etwas unglücklich bei den Essensständen waren lediglich die Wurstverkäufer, die ihre Würste im Teig gebacken haben, denn die Kundschaft sei bei ihnen sehr überschaubar. „Das ist bei uns eigentlich nicht anders“, sagte ein Mann vom benachbarten Burgerstand, aber er sah das eher unter dem Aspekt „entspanntes Arbeiten“ und freute sich darüber, mit dem Veranstalter öfter zusammenarbeiten zu können und diesen Abend genießen zu können. Nach 22 Uhr wurde die Musik noch ein wenig weiter heruntergedreht. Ärger mit Anwohnern wollten die Veranstalter tunlichst vermeiden.

Davon ließen sich viele Tanzbegeisterte nicht beirren. Sie tanzten munter weiter, da musste Axel Fetzer nicht groß dazu animieren, weiter zur Bühne vorzurücken. Derweil war der Sicherheitsmann am Eingang, der den Zähler in der Hand hielt ziemlich zufrieden, denn die 1000er-Marke wurde geknackt.

Was nicht bedeutete, dass die Erwartungen erfüllt wurden, aber fürs erste Mal sei das nicht schlecht gewesen, meinte er. Am zweiten Abend, dem 20. Juli, fand übrigens ein zweites Open Air statt, die „XXL Sommer Party“.

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