Textilbranche spricht über Nachhaltigkeit

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Lindauer Zeitung

Die Textilbranche trifft sich am Dienstag, 12. März, zum Symposium „Textil innovativ“ in der Lindauer Inselhalle. Bei dem Treffen geht es laut dem Veranstalter, der Bayern Innovativ GmbH, um Technologien für Multifunktionalität und Nachhaltigkeit. Führende Unternehmen aus den Bereichen Outdoor, Schutz und Mobilität berichten über zukünftige Anforderungen und ihre Erfahrungen bei der Umsetzung innovativer textiler Produkte.

Gerade für den Outdoorsport sind die Ansprüche an die Kleidung hoch – neben Funktionalität spielt die Nachhaltigkeit der Produkte eine immer wichtigere Rolle. Viele Hersteller von Funktionstextilien haben sich dem Thema bereits verpflichtet, etwa die Mammut Sports Group AG. Josef Lingg, Chief Operating Officer und stellvertretender CEO des Unternehmens, berichtet darüber in seinem Vortrag auf dem Symposium „Textil Innovativ. Neben ökologisch nachhaltigeren textilen Produkten für die Bereiche Automotive, Outdoor und Schutz werden auch technologische Entwicklungen für multifunktionelle Hightech-Textilien präsentiert.

Die Schweizer Marke Mammut rücke das Thema Nachhaltigkeit beispielsweise mit der Kampagne „We care“ in den Fokus“. Josef Lingg sagt dazu: „Unsere ,We care’- Strategie zielt darauf ab, nachhaltige Premiumprodukte herzustellen und umfasst die Schwerpunkte ressourcenschonende und sozial verantwortliche Produktion sowie Tierwohl und die Minimierung von Schadstoffen in den Lieferketten und Produkten.“ Den heutigen Stand hat das Schweizer Unternehmen seit mehr als zehn Jahren mit internen Ressourcen und Partnerschaften mit NGOs wie der Fair Wear Foundation (FWF) oder Systemanbietern wie etwa Bluesign stetig und konsequent aufgebaut. Am Ziel sieht sich das Outdoor-Unternehmen aber noch lange nicht und möchte sich vor allem auch in den Bereichen Design und Innovation weiterentwickeln. Darüber hinaus plant Mammut, bis 2023 mindestens 95 Prozent zertifizierte Stoffe zu verwenden und auf PFC-basierte Ausrüstungen zu verzichten.

Die Zukunft ist wohl PFC-frei

„Das Streben nach mehr ökologischer Nachhaltigkeit in der Textil- und Bekleidungsherstellung bietet die Chance für Produkt- und Prozessinnovationen. Darüber hinaus beflügelt es die Weiterentwicklung und den Einsatz bisher nicht verwendeter oder nicht marktreifer Technologien und Produkte. Betrachtet man beispielsweise den Verzicht von PFCs, so zeigt sich, dass dieses Thema sehr differenziert betrachtet werden muss”, erläutert Christina Harwarth, die bei Bayern Innovativ das Netzwerk „Textile Innovation“ koordiniert. „Für wasserabweisende Ausrüstungen im Bereich der Mode, Sport- und Outdoorbekleidung werden sich im Laufe der Zeit fluorfreie Alternativen durchsetzen. Entsprechende Lösungsansätze gebe es bereits auf dem Markt. Auch wenn die Performance noch nicht immer vollständig vergleichbar sei, schreibt der Veranstalter.

Themen wie Nachhaltigkeit, Smart Textiles oder auch innovative Prozesstechnologien stehen bei der Textil- und Bekleidungsbranche derzeit oben auf der Agenda. Das Symposium „Textil Innovativ" greift diese Herausforderungen auf und zeigt, welche Chancen sich durch wegweisende Innovationen und den Einsatz von Hightech-Materialien ergeben.

Mit verschiedenen Formaten bietet das Symposium eine Plattform für den fachlichen Austausch, dem effektiven Networking und dem Anstoßen neuer Projekte. Die Open Area lädt zur Teilnahme an Fachvorträgen, einem Besuch der Fachausstellung, dem Networking und einer Diskussion zum Thema innovative Schutztextilien ein.

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