Teilnehmer des Lindauer Laufseminars trainieren bei 800-Meter-Läufen

Lesedauer: 4 Min

Runde um Runde: Die Teilnehmer des Lindauer Laufseminars bereiten sich auf den Drei-Länder-Marathon vor.
Runde um Runde: Die Teilnehmer des Lindauer Laufseminars bereiten sich auf den Drei-Länder-Marathon vor. (Foto: Helena Golz)
Crossmedia Volontärin

Anfang Oktober startet in Lindau wieder der Drei-Länder-Marathon. Die Läufer können sich auf mehreren Distanzen beweisen: beim Zehn-Kilometer-Lauf, beim Halbmarathon oder gar beim Marathon. Im Lindauer Laufseminar bereitet sich eine Gruppe ganz spezifisch auf diese Herausforderung vor. Trainerin Liane Ender gibt Anweisungen, wie jeder seine Laufleistung verbessern kann, um beim Marathon zu glänzen.

Treffpunkt: Stadion Lindau. Aufgabe: 800-Meter-Läufe. Zum Glück ist es am Abend nicht mehr ganz so heiß, denn die Anstrengung ist auch so schon enorm. Die Teilnehmer der Gruppe sollen zwei Stadionrunden so schnell wie möglich laufen. „Da soll man schon bis an seine Grenzen gehen“, sagt Trainerin Liane Ender. Danach dürfen sich die Läufer etwas Pause gönnen, um die Herzfrequenz zu beruhigen, aber natürlich nicht ganz: „Zwischendurch sollte man gehen, aber zügig, um nicht auszukühlen“, sagt Ender. Und dann geht es wieder von vorne los: 800 Meter volles Tempo.

Die Methode nennt sich Intervalltraining und ist dazu da, um die Schnelligkeit der Läufer zu verbessern. „Sonst wirst du nie schnell“, sagt Ender. Mit langen, gleichmäßigen Einheiten kann man sich als Läufer nämlich Ausdauer antrainieren, aber wenn man auch schneller werden will, sind regelmäßige Belastungsspitzen wichtig. Auf diese Spitzen reagiert der Körper, indem er seine Systeme anpasst und verbessert. Die Konsequenz ist die Steigerung der eigenen Tempomöglichkeiten.

Läufer Hendrik Jansen ist zum ersten Mal beim Lauftraining in Lindau dabei, hält aber perfekt mit. Erst vor zwei Wochen ist er seinen ersten Halbmarathon gelaufen. Mit der Zeit ist er zufrieden: eine Stunde und 51 Minuten. Jetzt ist der Drei-Länder-Marathon sein nächstes Ziel. „In der Gruppe zu trainieren macht einfach mehr Spaß“, sagt er. Deswegen ist er zum Lauftraining gekommen. Einen Marathon zu laufen sei schon länger sein Traum. Da nimmt er auch hartes Intervalltraining in Kauf und schlägt sich gut. „Super gelaufen“, lobt ihn die Trainierin am Ende.

Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass für das Intervalltraining eine gewisse Grundlagenausdauer wichtig. Außerdem: „Wenn man trainiert, muss man immer auf seinen Körper hören. Wenn du merkst, es geht nicht mehr, dann hör auf, bevor es zu viel wird,“ sagt sie. Denn das wichtigste beim Sport ist, ihn immer gesund zu betreiben – auch wenn es um einen Marathon geht.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen