Teile des künstlerischen Nachlasses von Honest Schempp kommen unter den Hammer

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35 Bilder aus dem künstlerischen Nachlass des verstorbenen Lindauer Künstlers Honest Schempp kommen bei Michael Zeller unter den
35 Bilder aus dem künstlerischen Nachlass des verstorbenen Lindauer Künstlers Honest Schempp kommen bei Michael Zeller unter den Hammer. Eine günstige Gelegenheit für Lindauer und Menschen aus der Umgebung, einen Schempp zu ergattern. (Foto: Christian Flemming)
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Unter all den über 2300 Kunstgegenständen, Möbeln, Uhren und Gemälden, die im Auktionshaus von Michael Zeller in der kommenden Woche unter den Hammer kommen, finden sich auch 35 Bilder des Anfang Februars verstorbenen Lindauer Kulturpreisträgers Honest Schempp.

Damit geht eine erste Tranche des künstlerischen Nachlasses des Malers, Grafikers und Autors in die Versteigerung, die derzeit im Auktionshaus zu besichtigen ist und Mitte kommender Woche ersteigert werden kann. „Das ist eine günstige Gelegenheit für die Lindauer, zu einem Schempp zu kommen“, findet Christine Hochstätter-Zeller und spricht damit die moderaten Limitpreise an, die sich zwischen 150 und 500 Euro bewegen. Die Sachverständige hofft dabei auch, dass sich viele Lindauer für diese Bilder interessieren und begeistern werden. Es wäre schade, wenn die Bilder alle aus Lindau verschwinden würden. Und angesichts der preislich günstigen Aussichten, einen Schempp zu ergattern, sei das der mögliche Beginn einer Schempp-Sammlung.

Die 35 Bilder, die jetzt zur Versteigerung anstehen, zeigen den Schempp, der gerne und viel unterwegs war und da kleine Momente festgehalten hat, oftmals mit einer Prise Humor, den Schempp gerne durchschimmern ließ, selbst als Schwerkranker bei der Verleihung des Kulturpreises. Da sagte er, schwach und gebeugt im Rollstuhl sitzend: „Man wird alt. Und wer das ist, der weiß, was das heißt“. Typisch für ihn sind die in Erde und Tempera geschaffenen Szenen in Bars oder Cafés, sei es in Andalusien, Frankreich, Italien oder ganz nahe, auf einer Lindauer Terrasse am Bodenseeufer. Es finden sich auch einige Aquarelle, darunter zwei aus dem Jahre 1978, die einen Blick durch die geöffnete Tür ins Atelier gewähren.

Mit diesen Kunstwerken, die zwischen den Jahren 1978 und 2002 entstanden sind, ist der Nachlass Schempps aber bei weitem noch nicht erschöpft. Da werden in künftigen Auktionen weitere Tranchen zu finden sein. Jetzt aber ist der Anfang gemacht, daher die Gelegenheit für Freunde des Malstils des Lindauer Künstlers, Bilder von ihm zu entdecken und zu ersteigern.

Die Besichtigung der Schempp-Bilder wie auch der gesamten Artikel, die zur Versteigerung anstehen, ist bis Montag, 25. November, täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr möglich. Die 143. Internationale Bodensee-Kunstauktion selbst ist vom Mittwoch bis Freitag, 27. bis 29. November. Die Gemälde, Zeichnungen und moderne Graphiken, der Sektor, in dem auch die Schempp-Gemälde vertreten sind, steht am Nachmittag des Donnerstags, 28. November, auf dem Programm. Und dann wird sich zeigen, ob sich Christines Hofstetter-Zellers Wunsch erfüllt, und die Bilder in Lindau eine neue Bleibe finden.

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