Lindauer Zeitung

Unter dramaturgischen Gesichtspunkten hätte die Ansetzung der Spieltage in der Tennis-Bezirksklasse 1 nicht spannender ausfallen können. Trafen doch mit dem TC Wasserburg und dem TC Lindau die beiden bislang ungeschlagenen Teams im abschließenden Rundenspiel am vergangenen Sonntag aufeinander. Am Ende gewannen die Lindauer klar.

Beiden Mannschaften war laut Pressemitteilung im Vorfeld eine gewisse Nervosität anzumerken – ging es bei den miteinander bekannten Kontrahenten um die Frage, mit welcher Aufstellung sie antreten würde.

Gleich zu Beginn bekamen die etwa 200 Zuschauer auf der Lindauer Tennisanlage ein extrem ausgeglichenes Spiel zwischen Niklas Rohrer (TCL) und Christoph Rechtsteiner (TCW) zu sehen. Fast jeder Ballwechsel war hart umkämpft. Beide Spieler gingen voll ins Risiko und versuchten, direkte Punkte für sich zu erzielen. Am Ende gewann Rohrer mit 6:4 und 7:5.

Parallel dazu trafen mit dem Lindauer Ales Reter und Fabian Merkel aus Wasserburg zwei routinierte Spieler aufeinander. Der TCL-Spielertrainer behielt mit 6:2/6:0 klar die Oberhand.

Auf Position 3 gab es eine interessante Begegnung zwischen dem jungen Nicolai Graninger (TC Lindau) und dem erfahrenen Trainer und Spieler Nebosja Milevic (TC Wasserburg) zu sehen. Nachdem Graninger den ersten Durchgang mit 6:0 für sich entscheiden konnte, änderte Milevic seine Spieltaktik. Mit all seiner Erfahrung und ausgesprochen trickreichen Bällen versuchte er den Rhythmus zu brechen. Dennoch siegte der Lindauer mit 6:3 und entschied das Match letztlich zu seinen Gunsten.

Danach traf Milan Konrad vom TC Lindau, an Position 4 liegend, gegen den TCW-Spieler Hendrik Hildbrand. Der fand nach gutem Beginn im weiteren Verlauf kein Mittel gegen das sichere Spiel des Lindauers und verlor 1:6/2:6.

An Rang 5 spielte Levin Panowitz (TCL) gegen Patrick Rechtsteiner (TCW). Mit seinem schnellen Spiel konnte Panowitz den ersten Satz mit 6:0 für sich entscheiden. Im zweiten Satz fand Rechtsteiner besser ins Spiel und lag lange in Führung. Am Ende konnte der Lindauer das Spiel noch drehen, gewann sein Match und brachte die Lindauer mit 5:0 uneilholbar in Führung. Dadurch wurde das eigentliche Spitzenspiel an Position 1 zwischen Matthias Wolf und Julian Klose geriet zur Nebensache, da der TCL als Gesamtsieger zu diesem Zeitpunkt feststand. Das spiegelte auch der Spielverlauf wider. Wolf gewann letztlich mit 7:5 und 6:3 und baute die Lindauer Führung auf 6:0 aus.

Obwohl es nur noch Formsache war, legten beide Mannschaften Wert darauf, die Doppel auszuspielen. Dabei gab es von beiden Seiten sehenswerte und kuriose Ballwechsel zu sehen. Am Ende gewann Lindau das Match insgesamt mit 8:1 und sicherte sich damit den Aufstieg in die Bezirksliga Schwaben. Aus lokaler Sicht, heißt es im TCL-Pressebericht, sei es erfreulich, dass es zwei so spielstarke Teams in unserer Region gibt.

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