Swingolfer setzen verrückte Idee um

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Von Süden nach Norden im Eiltempo: Die Swingolfer sammeln bei ihrem Marathon 5000 Euro für die Deutsche Krebshilfe.
Von Süden nach Norden im Eiltempo: Die Swingolfer sammeln bei ihrem Marathon 5000 Euro für die Deutsche Krebshilfe. (Foto: Verein)
Lindauer Zeitung

Der Swingolfclub Allgäu-Bodensee hat bereits 2017 eine verrückte Idee gehabt. Die Sporler spielten einen Swingolfmarathon auf fünf Swingolfplätzen im Süddeutschen Raum an einem Tag und so kamen über 2000 Euro zusammen, um die Aktionen „Drachenkinder“ sowie „Antenne Bayern hilft“ zu unterstützen. 2018 an Fronleichnam wurde ebenfalls auf fünf Plätze an einem Tag gespielt, jedoch vom Süden bis in den hohen Norden nach Waabs (bei Eckernförde/Schleswig-Holstein).

Der Swingolfclub Allgäu-Bodensee, der in der Bundesliga Süd spielt und auf der Swingolfanlage in Markdorf-Wendlingen trainiert, stellte Kontakte zu den Platzbetreibern her, und plante so dann seine Route. Der erste Abschlag der „9 Verrückten“, erfolgte um 4.45 Uhr auf der Swingolfanlage im badischen Markdorf. Bereits nach 70 Minuten waren die 18-Loch gespielt und die Fahrt ging weiter ins württembergische Renningen (bei Leonberg).

Nach einem herzlichen Empfang in Renningen um 7.20 Uhr, wurde sofort losgelegt um den Zeitplan einhalten zu können. Nach 51 Minuten waren die 18 Bahnen von den Schnellsten gespielt. Doch nach 60 Minuten hatten alle Spieler den Platz bewältigt. Dann hieß es weiter Fahrt aufzunehmen um das gesteckte Tagesziel zu erreichen.

Der nächste Stopp sollte die Anlage im niedersächsischen Bad Harzburg sein. Nach planmäßiger Ankunft dort um 14 Uhr, erlaubte es das Wetter nicht auf der Anlage zu spielen. Zu stark waren die Regenfälle und das starke Gewitter. Man entschloss sich, den Platz auf der Rückfahrt zu bespielen und das nächste Ziel, die Swingolfanlage in Schülp-Möllhagen (bei Neumünster), anzusteuern.

Der Abschlag auf der Anlage in Möllnhagen sollte um 17.30 Uhr erfolgen. Doch sehr starkes Verkehrsaufkommen, sowie Pannen-LKw’s und ein großer Stau Höhe Elbtunnel verschoben die geplante Ankunftszeit auf 20 Uhr. Die Nerven lagen nun sichtlich blank, denn jetzt war es nicht mehr möglich die Swingolfanlage in Waabs (Eckernförde) bei Tageslicht zu erreichen, geschweige denn zu bespielen. Trotz dieser Frustsituation wurde die Anlage in 70 Minuten bewältigt. Danach erfolgte die Fahrt zum letzten Etappenziel nach Waabs. Trotz der großen Verspätung, (das Ziel wurde um 23 Uhr erreicht), erwarteten uns zahlreiche Spieler des dortigen Clubs mit einem großen Willkommensgruß. Die Anlage konnte jedoch um diese Zeit aus Gründen der Dunkelheit nicht mehr bespielt werden.

Große Unterstützung

Jedoch wurde am nächsten Vormittag anlässlich der „Schleswig-Holstein Open“ die 18-Loch-Anlage gespielt. Auf der Rückfahrt wurde noch die Anlage im westfälischen Herzebrock-Clarholz gespielt um so die fünf Plätze absolviert zu haben. Die vorgesehene Swingolfanlage in Bad Harzburg ließ durch die starken Regenfälle noch kein Spiel zu. Animiert durch diese „verrückte Aktion“ ließen es sich die Verantwortlichen der einzelnen Swingolfvereine nicht nehmen, diese Aktion finanziell zu unterstützen. Die neun angetretenen Spieler entrichteten ihr Startgeld, das von den Platzbetreibern jedoch wieder als Spende der Aktion zu Gute kam.

Ferner spendete eine Teilnehmerin laut Vereinsbericht pro gespieltem Birdie 1,50 Euro zugunsten der Aktion. (158 Birdies wurden gespielt). Die Swingolfer vom SGC Iserloy überraschten mit einer Summe von 700 Euro. Diverse Spieler aus den Swingolfvereinen der ganzen Republik unterstützten diese Aktion und so kam am Ende dank dieser Spendenbereitschaft ein Betrag von 5000 Euro zusammen. Der Betrag kommt der Deutschen Krebshilfe zugute. Trotz der gewaltigen Strapazen dieser „Deutschlandtour“, wurde bereits auf der Heimfahrt über eine mögliche Marathon-Tour 2019 fachgesimpelt.

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