Streuobst: BN nimmt Bestellungen entgegen

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Streuobstwiesen sind in der Kulturlandschaft Oberschwabens fest verankert – doch wenn nichts für ihre Erhaltung getan wird, könn
Streuobstwiesen sind in der Kulturlandschaft Oberschwabens fest verankert – doch wenn nichts für ihre Erhaltung getan wird, könnten sie langsam verschwinden. (Foto: Archiv: Patrick Seeger/dpa)
Lindauer Zeitung

Die Bestellfrist für Obstbäume, Pfähle und Mäusegitter (verzinkt/unverzinkt) endet am 20. November. Möglich ist eine Bestellung im Naturschutzhäusle, erreichbar telefonisch oder via Fax unter der Nummer 08382 / 88 75 64 oder per E-Mail an

e-post lindau@bund-naturschutz.de

Die Sorten ist einsehbar unter

www.lindau.bund-naturschutz.de

Herbstzeit ist Pflanzzeit: Der Bund Naturschutz Lindau (BN) bietet eine Sammelbestellung für interessierte Streuobstwiesen- oder Gartenbesitzer an. Etwa 1000 Bäume stehen zur Auswahl. Ein Kernobstbaum kostet zwischen 20 und 25 Euro plus Mehrwertsteuer.

Nach langer Wartezeit auf die Liste der zur Verfügung stehenden Obstbäume kann es jetzt losgehen, freuen sich die Verantwortlichen der BN-Kreisgruppe in einer Pressemitteilung. Nach aktuellen Recherchen bezüglich Anfälligkeit gegen Feuerbrand, Robustheit, Anbauwert, Ertrag und Eignung, habe Obstbaumeisterin Birgit Mäckle-Jansen eine große Sortenauswahl zusammengestellt. Im Angebot stünden Apfel- und Birnensorten ebenso wie Kirschen und Pflaumen.

Wie es weiter heißt, kann der BN auch in diesem Jahr mit Besonderheiten aufwarten: Es wurden von etlichen lokal interessanten und seltenen alten Sorten Edelreiser genommen, zur Baumschule geschickt und dort geschult. Etliche dieser regionalen Spezialitäten stehen nun zur Verfügung: Doppelter Roter Bellefleur, Prinz Ludwig, Schneiderapfel, Schönauer Streifling und die Zabergäu Renette. Diese besonderen Sorten seien im üblichen Sortiment nicht erhältlich. Daneben gebe es auch weitere alte, aber auch moderne, resistente Sorten in der Angebotspalette.

Der BN berichtet im Schreiber aber auch über die negativen Auswirkungen des Klimawandels, der sich auch vor den Jungpflanzen keinen Halt mache. Durch die Trockenperioden der letzten Jahre haben die Jungpflanzen nicht das gewünschte Längenwachstum erreicht. Neben der üblichen Stammhöhe von 1,80 Metern werden die Bäume auch mit 1,50 Metern Stammhöhe angeboten.

Eine kurze Sortenbeschreibung ist auf der Internetseite der Kreisgruppe (siehe Infokasten) zu finden oder über die Geschäftsstelle des Bunds Naturschutz in Bayern, Kreisgruppe Lindau zu beziehen. Die Preise pro Kernobstbaum werden zwischen 20 und 25 Euro plus Mehrwertsteuer liegen. Ausgeliefert werden die Bäume am Lagerhaus der BayWa in Hergatz voraussichtlich am Freitagnachmittag, 27. November. Dort können auch Mäuseschutzgitter zum Auskleiden der Pflanzgrube erworben werden. Wie der BN schreibt, gehen mehr als 50 Prozent der Jungbäume an Mäusefraß zugrunde, weshalb die Naturschutzer empfehlen, Fraßschäden durch Wühlmäuse vorzubeugen.

Geschäftsstellenleiterin des BN-Lindau, Claudia Grießer, betont, dass der Bund Naturschutz mit der Bestell-Aktion keine wirtschaftlichen Interessen verfolgt. „Wir wollen den Streuobstwiesenbesitzern den Bezug von Pflanzmaterial erleichtern, und somit für den Erhalt der ökologisch wertvollen und landschaftsprägenden Streuobstwiesen einen Beitrag leisten“, so Grießer. Die Biologin ist überzeugt, dass die Kreisgruppe des Bund Naturschutz mit seinem rein ehrenamtlichen Engagement zur Umsetzung des erfolgreichen Artenvolksbegehrens beiträgt. ,

Die Bestellfrist für Obstbäume, Pfähle und Mäusegitter (verzinkt/unverzinkt) endet am 20. November. Möglich ist eine Bestellung im Naturschutzhäusle, erreichbar telefonisch oder via Fax unter der Nummer 08382 / 88 75 64 oder per E-Mail an

e-post lindau@bund-naturschutz.de

Die Sorten ist einsehbar unter

www.lindau.bund-naturschutz.de

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