Straßenumfrage zur Corona-Warn-App: „Hilft, unsere Gesundheit zu schützen“

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Corona-Warn-App
Für den Weg aus der Corona-Krise in die Normalität hoffen viele Menschen auch auf die seit Monaten angekündigte Corona-Warn-App. Sie soll dabei helfen, die Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und zu durchbrechen. Seit Dienstag steht die Anwendung im Appstore von Apple beziehungsweise für Android-Handys auf Google Play zum Download bereit. (Foto: Stefan Jaitner/dpa)
Schwäbische Zeitung

Seit Dienstag ist die neue Corona-Warn-App der Bundesregierung für Smartphones verfügbar. Unsere Mitarbeiterin Susi Donner fragte in Lindau nach, wer sie sich herunterladen und nutzen wird, wer nicht, und warum?

Abna Mariyarambath
Abna Mariyarambath (Foto: sd)

Für Abna Mariyarambath ist es gar keine Frage: „Natürlich werde ich mir die Corona-Warn-App auf mein Smartphone laden. Mit dem Datenschutz bin ich nicht so pingelig“, sagt die 23-jährige Lindauerin. „Ich vertraue der digitalen Welt – sie ist auch mein beruflicher Alltag – und ich bin mir sicher, dass mit der App, wenn sie von möglichst vielen Menschen verwendet wird, schlimmere Infektionsausbrüche verhindert werden können.“

Lars Sievers
Lars Sievers (Foto: sd)

„Ich hätte die Corona-Warn-App schon gern, denn ich finde, dass sie gut und sinnvoll ist, um Ansteckungs- und Infektionsketten schnell nachzuvollziehen und zu durchbrechen “, sagt Lars Sievers aus Lindau. Allerdings will sich der 17-Jährige erst noch genauer informieren, ob er auch nur die Corona-Warn-App allein aktivieren kann. „Weil grundsätzlich will ich nicht ständig für alle Dienste auf meinem Handy Bluetooth und die Standortbestimmung aktiviert haben.“

Birgit und Peter Bach
Birgit und Peter Bach (Foto: sd)

„Wir werden die Corona-App der Bundesregierung auf unsere Smartphones herunterladen. Aber erst in ein paar Tagen“, erklären Birgit (66) und Peter (70) Bach. Jede neue App habe anfangs ihre Ecken, Kanten und Probleme, und die will das Ehepaar aus Linz am Rhein abwarten. „Grundsätzlich finden wir die App gut, vertrauen ihr und denken, dass sie helfen wird, die Infektionsquellen schneller zu entdecken und die Krankheit einzudämmen.“

Enrico Herrmann
Enrico Herrmann (Foto: sd)

„Auf gar keinen Fall werde ich die Corona-Warn-App nutzen“, sagt dagegen Enrico Herrmann aus Lindau. „Der Staat hat inzwischen so viele Möglichkeiten, alles, was wir tun, zu verfolgen. Für mich hört das an dieser Stelle auf, ich will das nicht“, begründet der 51-Jährige seine Entscheidung. Er sei sich aber sicher, dass die App gut gedacht ist, und findet die Freiwilligkeit für die App gut. Nur mitmachen möchte er definitiv nicht. „Und sollte sie Pflicht werden, wehre ich mich dagegen.“

Bent Mollnhauer
Bent Mollnhauer (Foto: sd)

„Ganz klar werde ich mir die Corona-Warn-App auf mein Smartphone laden, weil sie meiner Meinung nach nur positive und überhaupt keine negativen Effekte hat“, sagt hingegen der 18-jährige Bent Mollnhauer aus Lindau. „Sie hilft, unsere Gesundheit zu schützen, Ansteckungen schnell nachzuvollziehen und Infektionsketten zu unterbrechen.“ Und wenn er mal nicht online sein möchte, „kann ich das Handy ja auch einfach ausschalten.“

Roland Maskus
Roland Maskus (Foto: sd)

„Ich lade mir selbstverständlich die neue Corona-App auf mein Smartphone, weil sie mich und meine Mitmenschen schützen kann“, erklärt Roland Maskus, 32, aus Passau. Maskus lebt derzeit in Lindau, um den Cavazzen zu sanieren. „Das Wichtigste in dieser Pandemie-Zeit ist doch das schnelle Erkennen und Unterbrechen der Ansteckungsketten.“ Er vertraue der App. „Wir müssen jetzt alle zusammenhalten. Die Verschwörungstheoretiker kann ich nicht mehr hören.“

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