Steuerschulden: Zoll pfändet Bus

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 Die Bundespolizei muss einen Bus pfänden.
Die Bundespolizei muss einen Bus pfänden. (Foto: Symbol: Patrick Seeger, dpa)
Lindauer Zeitung

Weil ein Reiseunternehmen aus dem Kosovo offene Steuerschulden in Höhe von 22 200 Euro hatte, pfändeten Zollbeamte einer Friedrichshafener Kontrolleinheit den Reisebus bei einer Kontrolle am Dienstag auf der A 96 auf Höhe der Anschlussstelle Sigmarszell. Das Unternehmen hatte wiederholt keine Personenbeförderungssteuer für ihre in Deutschland eingesetzten Busse bezahlt.

Da der Fahrer den Betrag vor Ort nicht begleichen konnte und auch keine Überweisung möglich war, pfändeten die Zöllner den Reisebus. Wie die Bundespolizei mitteilt, steigen die Passagiere auf einen Ersatzbus um und konnten ihr Reise fortsetzen – wenn auch verspätet.

Wie die Polizei weiter informiert, ist der Zoll befugt, im Rahmen seiner Kontrollen bei ausländischen Personen und Unternehmen offene Steuerforderungen zu vollstrecken und auch Gegenstände zu pfänden. In mehr als 400 Fällen haben die Beamten des Hauptzollamts Ulm im vergangenen Jahr rund 80 000 Euro vereinnahmt.

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