Stadtgärtnerei und Biennale Lindau stellen „Growroom“ vor

Lindauer Zeitung

Lindau bekommt einen Growroom, einen Gemeinschaftsgarten mit Nutzpflanzen, im öffentlichen Raum, wie die Stadt berichtet. Die große, begrünte und begehbare Holzkugel steht laut Pressemitteilung ab Samstag vor der Inselhalle und stellt einen ersten Vorbote der Biennale Lindau, mit der das Kulturamt unter dem Titel „In situ paradis“ im kommenden Jahr junge und zeitgenössische Kunst nach Lindau holt, dar.

Der Gemeinschaftsgarten wird am Samstag, 12. Juni, von 8 bis 13 Uhr beim Wochenmarkt, auf dem Therese-von-Bayern-Platz, vorgestellt. Für die Besucherinnen und Besucher gebe es ein kleines Geschenk.

Bepflanzt und gestaltet werde der Growroom von der Lindauer Stadtgärtnerei. Wachsen sollen in der Holzkugel nicht nur Kräuter und Salatpflanzen, sondern vor allem auch Ideen, so die Mitteilung der Stadt weiter.

Growrooms könne man mit „Räume fürs Wachsen und Entwickeln“ übersetzen und es gebe sie bereits in vielen Städten. Sie sollen sich als Orte der Begegnung etablieren und den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, Lebensmittel lokal und nachhaltig anzubauen und zu ernten.

Kultiviert werden sollen aber laut Pressemitteilung auch Fragen und Denkanstöße, wie zum Beispiel diese: Wie können wir gemeinsam Zukunft leben und gestalten? Wie wollen wir mit der Stadtnatur und dem gemeinschaftlich genutzten öffentlichen Raum umgehen?

Dei Stadt hoffft, dass der Growroom auch zum Ort des Austausches und des Lernens wird, wenn es um biologische Vielfalt, nachhaltigen Konsum, verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und zukunftsfähige Nachbarschafts- und Stadtentwicklung geht.

Seit mehr als 100 Jahren sorgten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtgärtnerei dafür, dass Lindau jedes Jahr aufs Neue aufblüht – mit dem Growroom gehe es darum, wie sich Kunst und Garten, Design und Natur ergänzen und zu einer sozialen Skulptur zusammengeführt werden können.

Die Biennale Lindau bringt Künstlerinnen und Künstler von außen nach Lindau, schaffe aber gleichzeitig eine Bühne für vorhandene Strukturen, Ideen und Menschen. Dialoge seien genauso gewünscht, wie Auseinandersetzungen und Kooperationen, Zukunft solle neu gedacht und gestaltet werden.

Der Growroom bietet laut Pressemitteilung ein erstes Forum, um das Thema „urban gardening“, also städtischer Gartenanabau, in den verschiedenen Stadtteilen aufkommen zu lassen, dies könne beispielsweise in Workshops geschehen, durch Patenschaften, Nachbarschaftsgärten oder Pflanzenbörsen.

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