Stadt will das Stadion erneuern

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Mit Zuschüssen will die Stadt im Stadion möglichst auch die Tribüne und die sanitären Anlagen erneuern und nicht nur einen neue
Mit Zuschüssen will die Stadt im Stadion möglichst auch die Tribüne und die sanitären Anlagen erneuern und nicht nur einen neuen Kunstrasenplatz errichten (Foto: roha)
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Die öffentliche Sitzung des Finanzausschusses am kommenden Dienstag, 9. Oktober, im Sitzungssaal der Stadtverwaltung, Bregenzer Straße 6 (Toskana), beginnt um 17 Uhr. Weitere Themen sind der Sachstand zum Seegras im Kleinen See, der Beteiligungsbericht 2017 der Stadt, die Finanzierung der Fahnenmasten am Seehafen und ein Zwischenbericht über das laufende Haushaltsjahr.

Die Verantwortlichen der Stadt wollen mit Fördergeld aus Berlin das städtische Stadion gründlich erneuern. Das geht aus der Vorlage für den Finanzausschuss am Dienstag hervor. Demnach will die Stadt für mehr als 1,2 Millionen Euro nicht nur einen neuen Kunstrasenplatz errichten, sondern auch die Tribüne und die sanitären Anlagen im Hauptgebäude sanieren. Der Förderantrag ist schon eingereicht.

Das Geld für einen Kunstrasenplatz hat der Stadtrat bereits in den Haushaltsplänen für 2018 und 2019 vorgesehen. Aus förderrechtlichen Gründen dürfen die Bauarbeiten aber erst im kommenden Frühjahr beginnen. Weil die Stadt von den zu erwartenden Kosten von fast 700 000 Euro eine halbe Million Euro selbst aufbringen müsste, kommt ein neues Förderprogramm des Bundes für Sportstätten gerade zur rechten Zeit.

Die Verwaltung musste bereits in den Sommerferien die Bewerbung einreichen, deshalb erklären Kämmerer Felix Eisenbach und Hochbauamtsleiter Hilmar Ordelheide den Stadträten im Finanzausschuss die Details erst jetzt. Für den Umbau der Tribüne und die Erneuerung der sanitären Anlagen im Hauptgebäude gäbe es sonst keine Zuschüsse.

Aus finanziellen Gründen hat die Stadt bisher stets nur das Nötigste erledigt, um den Weiterbetrieb zu sichern. Lediglich die sanitären Anlagen im Erdgeschoss des Hauptgebäudes wurden bereits erneuert. Nicht aber die entsprechenden Räume im Obergeschoss, auch nicht Zuschauer-WCs und Duschen in der Tribüne und die Tribünen selbst.

Die Verwaltung hält eine Überarbeitung der Tribünenbänke für nötig, außerdem eine Trockenlegung des Sockels. Während die Zuschauer-WCs ganz neu eingebaut werden sollen, hält die Verwaltung die Duschen in den dortigen Umkleiden für nicht nötig. Vereine nutzten diese ebensowenig wie die Schulen. Deshalb will man diese ersatzlos ausbauen. Überarbeitung der Verglasungen sowie Malerarbeitung mit Beschichtung des Tribünenbodens stehen ebenefalls auf der Liste.

Ministerium entscheidet noch im Oktober

Die Gesamtkosten belaufen sich auf über 1,2 Millionen Euro. Das Zuschussprogramm des Bundesinnenministeriums würde mehr als eine halbe Million Förderung bringen, sodass die Stadt noch knapp 700 000 Euro aufbringen müsste. Noch im Oktober werde eine Jury entscheiden, ob Lindau in den Genuss des Geldes aus Berlin kommt. Im Ernstfall müsste die Stadt bis Mitte November die offiziellen Anträge stellen. Sollte die Stadt nicht zum Zuge kommen, bleibt es bei dem Plan für einen Kunstrasenplatz. Freistaat Bayern und Spielvereinigung Lindau haben im Winter bereits grundsätzlich zugesagt, dass sie insgesamt knapp 200 000 Euro beitragen. Den Rasenplatz hat die Stadtgärtnerei bereits in diesem Sommer völlig neu hergerichtet. Die Stadträte im Finanzausschuss müssen am Dienstag noch nichts beschließen, das ist erst im weiteren Verfahren nötig. Dann stellt sich zudem erst die Frage nach dem Zeitplan, vor allem, wenn Lindau alle Maßnahmen allein bezahlen müsste.

Die öffentliche Sitzung des Finanzausschusses am kommenden Dienstag, 9. Oktober, im Sitzungssaal der Stadtverwaltung, Bregenzer Straße 6 (Toskana), beginnt um 17 Uhr. Weitere Themen sind der Sachstand zum Seegras im Kleinen See, der Beteiligungsbericht 2017 der Stadt, die Finanzierung der Fahnenmasten am Seehafen und ein Zwischenbericht über das laufende Haushaltsjahr.

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