Sporthalle am See bleibt eine uneinnehmbare Festung

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Alpla-Torwart Thomas Hurich (links) liefert gegen Krems eine gute Partie ab.
Alpla-Torwart Thomas Hurich (links) liefert gegen Krems eine gute Partie ab. (Foto: Alpla HC Hard)

Am neunten und vorletzten Spieltag in der Bonusrunde der Handball Liga Austria (HLA) hat Titelverteidiger Alpla HC Hard gegen den Tabellendritten Moser Medical UHK Krems mit 29:21 (9:12) gewonnen. Laut Pressemitteilung sind die Harder nun seit 699 Tagen zu Hause ligaübergreifend ungeschlagen. Die am Samstagabend stark ersatzgeschwächten „Roten Teufel“ vom Bodensee standen seit der Vorrunde als Gewinner der Bonusrunde fest.

Der sechsfache Champion aus dem Ländle hatte allerdings personelle Sorgen. Neben den langzeitverletzten Risto Arnaudovski und Konrad Wurst fehlten Teamspieler Boris Zivkovic und Kapitän Dominik Schmid (beide Oberschenkelverletzung).

Dafür bekamen Ivan Horvat und Daniel Dicker, der im „Future Team“ gleich elf Tore erzielte, lange Einsatzzeiten. Zusammen mit Marko Tanaskovic (sieben Tore) und Frédéric Wüstner zogen die beiden im Rückraum die Fäden.

Die in Bestbesetzung angereisten Kremser boten von Anpfiff an einen offenen Schlagabtausch. Die Hausherren vernebelten in Durchgang eins einige hundertprozentige Torchancen und lagen nach 13 Minuten mit 3:5 zurück. Vier Minuten später glichen die „Roten Teufel“ zum 6:6 aus. Doch bis zur Halbzeitpause reklamierten die Niederösterreicher die bessere Chancenauswertung für sich und gingen mit einer 12:9-Führung in die Kabinen.

Nach Wiederanpfiff starteten die Gastgeber vor 1350 Zuschauern in der Sporthalle am See eine fulminante Aufholjagd. Der in Durchgang zwei eingewechselte Torwart Thomas Hurich parierte einige Bälle, nach 36 Minuten brachte Marko Tanaskovic Hard mit 14:13 wieder in Führung. Diese gaben die Vorarlberger bis zur Schlusssirene nicht mehr ab. Denn der überragende Hurich wehrte einen Siebenmeter von Jakob Jochmann ab. Im Gegenzug erhöhte Youngster Paul Schwärzler mit zwei Toren in Serie zum 20:16 (43. Minute). Beim Stand von 24:19 ging es in die abschließenden zehn Minuten. Cheftrainer Petr Hrachovec schickte mit Niklas Schiller und Lenny Fetz weitere Nachwuchstalente aufs Feld, die sich ebenfalls in die Torschützenliste eintragen konnten.

Viele Fehlwürfe in erster Halbzeit

Auch mit der „zweiten Garnitur“ drehten die Harder die Partie gegen die Niederösterreicher und gewannen 29:21 (9:12). Zu den Best-Playern wurden von den Handballfans via SMS-Voting Alpla-Youngster Niklas Schiller (drei Tore im Finish) sowie Krems-Goalie Petar Angelov gekürt.

„Ich habe damit gerechnet, dass der Start zäh wird. Wir haben noch nie in dieser Formation zusammengespielt. In der ersten Halbzeit hatten wir viele Fehlwürfe zu verzeichnen. In der Halbzeitpause haben wir die richtigen Lösungen gefunden, waren im Angriff aggressiver“, resümierte Hard-Cheftrainer Petr Hrachovec.

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