Spielplatz-Elefant bekommt eine Mama

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Redaktionsleiter

Einen ganz besonderen Spielplatz plant die Stadt zur Gartenschau auf dem Sina-Kinkelin-Platz. Sowas kann sich Lindau nur wegen der hohen Zuschüsse zur Gartenschau leisten. Dabei gehört dieser Bereich nicht zum eigentlichen Gartenschau-Gelände und wird auch keinen Eintritt kosten.

Eltern wissen, dass die Spielplätze in Lindau gleichförmig und ein wenig langweilig sind. Schaukel, Rutsche, Sandkasten – das war es meist schon. Stadtgärtner Meinrad Gfall erklärt das damit, dass mehr Geld nicht da war, um etwas Besonderes zu schaffen. Das ist wegen der Gartenschau jetzt aber anders. Deshalb plant die Stadt am Sina-Kinkelin-Platz etwas ganz Besonderes.

Die bestehenden Spielgeräte dort werden mit Ausnahme des Elefanten abgeräumt. Was noch gut ist, will die Stadt auf anderen Spielplätzen wieder aufbauen, das gilt auch für die Dampfwalze. Weil Gfall weiß, wie sehr den Lindauern der Kletter-Elefant am Herzen liegt, der dort schon seit etwa 50 Jahren steht, gestalten die Spielplatzplaner das neue Gelände um das Stahlgerüst. Nach Jahrzehnten bekommt der Elefant nun eine Mama, die sehr viel größer und aus Holz sein wird. Auch in diesem Gerüst dürfen die Kinder Klettern und sich verstecken, auch da wird der Rüssel eine Rutsche sein.

Beide Elefanten stehen in einem Dickicht aus Holzstämmen und -stäben, das ebenfalls zum Klettern, Balancieren und Verstecken einladen soll. Hinzu kommen verschiedene Schaukeln. Außerhalb des Dickichts ist ein Sand-Matsch-Platz geplant, denn mit Wasser spielen Kinder immer noch sehr gerne. Für die Eltern soll es verschiedene Bänke als Sitzmöglichkeiten geben.

Unterhalb der Lindenschanze plant die Stadt zwei Bolzplätze, von denen einer aus mit einem Basketballkorb als Streetballplatz dienen soll. Dazu soll es Bänke geben, die vor allem Jugendlichen als Treffpunkt dienen.

Spielplatz wird immer ohne Eintritt zugänglich sein

Der Bereich um den Milchpilz wird ebenso mit Natursteinpflaster gestaltet wie der Bereich vor der WC-Anlage. Beim Milchpilz soll es weniger Parkplätze, aber mehr Abstellplätze für Fahrräder geben.

Auch der Bereich zwischen Maria-Martha-Stift und Kleinem See gehört zum Gelände. Dort sind aber außer der Schutzmauer vor Hochwasser kaum Veränderungen geplant. Langfristig kann sich Gfall dort gut ein paar Spielgeräte für Senioren vorstellen, wie sie andere Städte bereits aufgestellt haben.

Die Bauarbeiten für den neuen Sina-Kinkelin-Platz sollen im Janauar beginnen. Wenn der Platz fertig ist, wird er sofort für Besucher geöffnet. Denn offiziell gehört dieser Bereich gar nicht zum Gartenschaugelände. Der Spielplatz wird also jederzeit ohne Eintritt zugänglich sein.

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