Sofia Wiedenroth möchte sich für die Weltmeisterschaft in Topform bringen

 Sofia Wiedenroth war froh, dass sie beim Weltcup in Clermont-Ferrand an den Start gehen konnte.
Sofia Wiedenroth war froh, dass sie beim Weltcup in Clermont-Ferrand an den Start gehen konnte. (Foto: Sebastian Schieck)
Sportredakteur

Für die Lindauerin Sofia Wiedenroth zählt in diesem Jahr insbesondere ein sportliches Großereignis: die E-Bike-Mountainbike-Weltmeisterschaft Cross Country in Les Gets in Frankreich. Hier möchte die Fahrerin vom Specialized Enduro Team unbedingt in absoluter Topform sein. Darauf ist alles ausgerichtet, weshalb sie den E-Bike-Weltcup in Clermont-Ferrand nach krankheitsbedingter Pause auch mehr als Test für die WM am Freitag, 26. August, nutzte.

Schnell musste Wiedenroth nämlich feststellen, aufgrund der Nachwirkungen ihrer Corona-Erkrankung im Juli und des fehlenden Trainings keine Chance auf einen Podestplatz zu haben. „Ich kann noch nicht gut atmen“, meint die Radsportlerin des TSV Niederstaufen. Sie hat dann das „Gas rausgenommen, um gar nichts zu riskieren“ und landete mit erheblichem Abstand auf Nicole Göldi, Nathalie Schneitter, Justine Tonso und Laura Charles beim E-Bike-Weltcup in Clermon-Ferrand auf dem vierten von insgesamt fünf Plätzen. Hinter sich ließ sie Sandra Santanyes Murillo.

Konzentration auf E-Bike-Wettbewerbe

Dennoch war es für Wiedenroth enorm wichtig, an den Start zu gehen. So konnten sie und die Ingenieure vom Specialized Enduro Team „ein Fahrrad mit einer optimierten Software“ testen. Damit soll die Lindauerin auch bei der Weltmeisterschaft fahren, generell findet es Wiedenroth „cool, so an der Produktentwicklung beteiligt zu sein“. Ihr Ziel in den kommenden Tagen bis zur WM ist es nun, sich weiter an die neue Software zu gewöhnen. Um das zu erreichen, verbringt sie gerade sehr viel Zeit auf dem Rad und absolviert in der nächsten Woche einen echten Härtetest. Wiedenroth bildet zusammen mit der Südtirolerin Oberparleiter ein Duo bei der Tour du Mont Blanc von Mittwoch bis Freitag. „Ich freue mich drauf. Es wird sicherlich hart und mit 10 000 Höhenmetern an drei Tagen ein wildes Rennen. Aber es wird auch ein mega Erlebnis“, so Wiedenroth, die sich gerade stark auf die E-Bike-Wettbewerbe konzentriert. Der Terminkalender macht es ihr schwierig, auch noch sehr aktiv bei den Endurorennen mitzumischen. Zudem hatte sie Anfang des Jahres noch zu sehr mit den Folgen ihrer Gehirnerschütterung zu kämpfen, sodass es für sie mehr Sinn machte, „nicht auf mehreren Hochzeiten zu tanzen“. Nächstes Jahr soll das wieder anders laufen. Im Val di Fassa Trentino gelang Wiedenroth aber auch eine gute Leistung im Enduro. Obwohl sie in dieser Saison so gut wie keine Trainingstage auf dem Enduro hatte, belegte sie dort Ende Juni den 26. Platz. In einem Frauenfeld, das sich die vergangenen Jahre deutlich gesteigert habe, war das für sie ein mehr als zufriedenstellendes Resultat.

Bis sie aber wieder nach Frankreich aufbricht, genießt sie in der aktuellen Woche noch den Aufenthalt in ihrer Heimat in Lindau. Für sie ist es ideal, das neue Fahrrad „auf den Hometrails zu testen“ und zugleich auch die Zeit zwischen den Trainings mit der Familie und den Freunden zu verbringen.

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