So soll der Büroturm mit Supermarkt am Esso-Kreisel in Lindau aussehen

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 So soll das Bürogebäude mit Supermarkt im Erdgeschoss an der Kreuzung Kemptener Straße und Ludwig-Kick-Straße aussehen.
So soll das Bürogebäude mit Supermarkt im Erdgeschoss an der Kreuzung Kemptener Straße und Ludwig-Kick-Straße aussehen. (Foto: Visualisierung: BOKEHdesignstudio OG, Wien)
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In knapp zwei Jahren soll der Bau des Büroturms mit Supermarkt beginnen, den der Lindauer Bauträger BPM auf dem Grundstück neben dem Esso-Kreisel plant. Der Bauausschuss zeigte sich jetzt sehr angetan von den Plänen und leitete das Genehmigungsverfahren ein.

Stadtbauamt und Bauträger sind sich schon länger mit dem Gestaltungsbeirat einig, dass auf dem Grundstück, auf dem früher ein Autohaus Fahrzeuge ausgestellt hatte, ein markantes Gebäude den Eingang zur Stadt anzeigen soll. Um hohe architektonische Qualität zu erhalten, hat die Stadt auf einem Architekten-Wettbewerb bestanden. Wie berichtet, hat das Preisgericht Ende Januar aus acht eingereichten Entwürfen den besten ausgesucht.

Die Jury war sich einig, dass der Plan des Büros Wolf.Sedat-Architekten aus Weikersheim der beste ist. Der Abstand sei so groß, dass das Preisgericht keinen zweiten, aber zwei dritte Plätze vergeben hat. Der Baukörper mit dem Turm am Kreisverkehr und einem niedrigen Gebäudeteil zu den benachbarten Wohnhäusern hin passe sehr gut in das Umfeld. Der Dachgarten, in dem ein Café auch außen Plätze anbieten soll, sei überzeugend, zumal der Bau von dort Blicke in das Grün des Friedhofs und der benachbarten Wiese zulasse. Das Gebäude ist als Stahlbetonbau mit einer vorgehängten Fassade aus Fertigbetonteilen geplant. Der Bau werde etwas teurer, aber Instandhaltung und Unterhalt seien deutlich günstiger.

Im Bauausschuss reagierten die Räte erfreut auf das Ergebnis des Wettbewerbs. Angelika Rundel (SPD) und Uli Kaiser (BL) lobten den Entwurf ausdrücklich. Einstimmig beschloss der Ausschuss anschließend, dass Bauträger und Bauamt auf Grundlage dieses Entwurfs einen Bebauungsplan erstellen sollen.

BPM-Chef Patrick Meier geht davon aus, dass das Verfahren gut ein Jahr dauern wird, wie er im Gespräch mit der LZ sagte. Danach hat er Baurecht. Dann seien aber noch Detailplanungen, Ausschreibungen und Ähnliches nötig, so dass die Bauarbeiten erst im Winterhalbjahr 2020/21 beginnen können.

Seitdem das Ergebnis des Wettbewerbs vorliegt, verhandelt Meier mit verschiedenen Supermarktbetreibern. Noch sei unklar, wer dort künftig Lebensmittel und andere Artikel des täglichen Bedarfs verkaufen kann. Meier geht davon aus, dass die Entscheidung spätestens im Herbst fällt. In den übrigen Räumen ist Platz für Gewerbe, Büros oder Praxen. Im obersten Geschoss ist eine Penthouse-Wohnung denkbar.

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