Siegesserie für Tomotion gleich zum Saisonbeginn

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Danièle Troesch
Danièle Troesch (Foto: Tomotion)

Danièle Troesch vom Lindauer Mountainbike-Team „Tomotion Racing by black tusk“ kann mit ihrem Start in die Rennsaison 2018 mehr als zufrieden sein. Die Französin aus dem Elsass, die als ehemalige französische Meisterin die Farben der Tricolore an den Trikotbündchen trägt, ist laut Pressemitteilung bereits zum Saisonbeginn in Topform – beendete sie an den vergangenen beiden Wochenenden zwei Rennradmarathons und ein Zeitfahren jeweils mit dem Gesamtsieg in der Damenwertung.

Troesch ist eine Kämpferin. Lange Rennen mit vielen Höhenmetern sind ihr Ding. Vor großen Namen im Starterfeld hat sie zwar Respekt, lässt sich von ihnen aber auch motivieren, alles zu geben. So wie am vergangenen Wochenende in Peronnas nahe Lyon: Beim 141 Kilometer langen Rennrad-Marathon „La Bisou“ stand auch Fanny Zambon, die 20-jährige Französische Meisterin 2017 der Altersklasse „Espoir“ (Nachwuchs) an der Startlinie. Ihr begegnete Troesch während des Rennens bereits am ersten der insgesamt sechs Anstiege – und überholte sie. „Ich war ganz überrascht“, erinnert sich Danièle Troesch. „Ich wusste, dass sie am Start war, dachte aber, sie sei ganz vorne“. Im weiteren Verlauf des Rennens war Troesch nie ganz sicher, ob noch eine weitere Fahrerin vor ihr lag und wie viel Vorsprung sie auf die Konkurrentinnen hinter sich im Feld hatte. „Nicht nachdenken. Einfach so schnell wie möglich weitertreten“, nahm sie sich vor. Eine Strategie, die aufging: Nach 4:11:37 Stunden erreichte sie als Gesamtsiegerin der Damenkategorie auf Platz 112 des insgesamt 474 Fahrer großen Starterfelds das Ziel in Peronnas. Es war bereits ihr dritter Sieg in dieser Saison.

Mehr als 40 Minuten Vorsprung

Das vorangegangene Wochenende hatte die Französin in der Nähe von Montpellier verbracht. Dort absolvierte sie zunächst am Samstag ein Zeitfahren über zehn Kilometer und 150 Höhenmeter. „Ich mag solche Rennen. Vielleicht, weil ich keine Angst vor einem Sturz haben muss, da ich alleine unterwegs bin“, so Troesch. „Als alle Fahrer im Ziel waren, habe ich erfahren, dass ich die schnellste war. Damit hatte ich nicht gerechnet, weil ich kein spezielles Zeitfahrrad habe und weil auch Jeannie Longo teilnahm. Ich hätte nie gedacht, dass ich schneller sein kann als sie. Obwohl sie 20 Jahr älter ist als ich, habe ich großen Respekt vor ihr. Sie ist sicherlich eine der besten französischen Rennradfahrerinnen.“

Beim Rennrad-Marathon am folgenden Tag entschied sich Danièle Troesch für die längste der vier angebotenen Strecken mit 162 Kilometern und 2600 Höhenmetern. Diese bewältigte sie in 5:12,46 Stunden und holte sich mit mehr als 40 Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Fahrerin erneut den Sieg. Ein vielversprechender Saisonauftakt für die Tomotion-Racerin, deren Saisonhöhepunkt in diesem Jahr die Transalp-Teilnahme im Juli sein wird. Gemeinsam mit Max Friedrich will sie dort in der Mixed-Kategorie um eine Podiumsplatzierung kämpfen.

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