Abgekämpft, aber zufrieden: Mark Jagenow.
Abgekämpft, aber zufrieden: Mark Jagenow. (Foto: privat)
Lindauer Zeitung

Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt haben die Teilnehmer des Trail Hype in Titisee-Neustadt deutlich gespürt, dass es dem Ende der Mountainbike-Saison 2020 zugeht. Für Mark Jagenow und Gabi Scheu vom Lindauer Rennstall toMotion Racing by black tusk lohnte sich der Einsatz jedoch: Jagenow siegte der Master-1-Kategorie, Scheu wurde bei den Seniorinnen 1 Dritte.

Einen großen Anteil Singletrails bietet der Mesa Parts Trail Hype in Titisee-Neustadt. „Die Strecke besteht aus mega coolen Waldtrails, teils wurzelig und etwas technisch, teils flowig“, beschreibt Gabi Scheu den Streckenverlauf. Das Wetter spielte in diesem Jahr allerdings nicht mit: vier Grad Celsius. Der Dauerregen des Vortags war jedoch gut im Schwarzwaldboden versickert, sodass die Mountainbiker laut Mitteilung trotzdem Spaß hatten.

Mark Jagenow, der sich für die Langstrecke mit 69 Kilometern und 2020 Höhenmetern entschieden hatte, tat sich wieder einmal schwer, ins Rennen zu finden – bis er in der Führenden der Frauenwertung, Irina Lützelschwab, eine Rennbegleiterin fand. Am Ende der ersten Runde verlor Lützelschwab aber nach einem leichten Sturz den Anschluss. „Ab Beginn der zweiten Runde war ich dann Lonesome Rider, was bei dem hohen Trailanteil gar nicht schlecht war“, sagt der toMotion-Racer. „Ich musste auf niemanden Rücksicht nehmen.“ Nach 3:50,36 Stunden überquerte Jagenow die Ziellinie. „Im Ziel haben mir meine Frau und der Sprecher die freudige Nachricht mitgeteilt, dass ich in meiner Alterskategorie den ersten Platz habe. Mega, das hätte ich nie für möglich gehalten!“ In der Hobby-Gesamtwertung wurde Jagenow Fünfter.

Gabi Scheu war mit 56 Jahren die mit Abstand älteste Teilnehmerin der 18-köpfigen Frauenkonkurrenz. Vermutlich aufgrund des schlechten Wetters waren bei den Seniorinnen 2 und 3 keine weiteren Teilnehmerinnen gemeldet, sodass die toMotion-Fahrerin in der Ü30 bei den Seniorinnen 1 gewertet wurde. „Vom Start weg fuhr ich mit einer 19-jährigen Fahrerin und wir wechselten uns bis zum höchsten Punkt in der Führung ab. Danach wusste ich vom Vorjahr, dass die meisten Höhenmeter bewältigt waren und gab nochmals Gas. Leider konnte meine Begleiterin nicht mehr folgen“, sagte Scheu. Für die 34,5 Kilometer und 1250 Höhenmeter der Mittelstrecke benötigte sie genau drei Stunden und wurde mit acht Minuten Rückstand auf die 14 Jahre jüngere Zweitplatzierte Daniela Böhler Dritte der Kategorie Seniorinnen 1.

Christian Ludewig belegte im 30-köpfigen Elite-Starterfeld der Langstrecke – sieben Fahrer beendeten das Rennen vorzeitig – in 4:05,22 Stunden Rang 18. Auf der Mittelstrecke blieb Danièle Troesch mit Platz sechs bei den Elite-Frauen weit hinter ihren gewohnten Ergebnissen zurück.

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