Segler auf dem Bodensee liegt bewegungslos im Cockpit

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 Beim Start verhakt sich ein Segelboot in der Hohentwiel.
Beim Start verhakt sich ein Segelboot in der Hohentwiel. (Foto: Christian Flemming)
Lindauer Zeitung

Polizeiboote und Rettungsschwimmer wurden am Samstagvormittag zu einem Segelboot auf dem Bodensee gerufen. Der Führer des Schiffs lag bewegungslos im Cockpit. Wie sich herausstellte, war der Mann übermüdet.

Ansonsten verlief die Segelregatta Rund um für die Polizei laut ihrem Bericht ruhig. Von 317 gemeldeten Segelbooten starteten 305 Segelboote die Nachtregatta rund um den Bodensee.

Bei günstigem Nordostwind gab es beim Startschiff ein dichtes Gedränge. Ein Segelboot verhakte sich am Beiboot des Dampfschiffs Hohentwiel, es entstand dabei ein geringer Sachschaden.

Treibholz und Unwetterarnungen

Trotz jeder Menge Treibholz, vor allem im Ostteil des Bodensees, und zwei Unwetterwarnungen in der Nacht kam es zu keinen Seenotfällen bei den Regattateilnehmern, heißt es im Polizeibericht weiter.

Zwölf Fakten über den Bodensee

Bei zwei Einsatzbooten kam es aufgrund des Treibholzes zu Schäden an den Schrauben, die aber behoben werden konnten.

Probleme bereitete den Einsatzkräften laut Polizeibericht hingegen die schlecht beleuchtete Forschungs-Bohrplattform zwischen Hagnau und Meersburg.

In der Nacht musste die Plattform mit dem Polizeiboot aus Friedrichshafen und einem DLRG-Boot aus Immenstaad abwechselnd angeleuchtet werden.

Am Samstagvormittag dann die kuriose Meldung: Von der Fähre Friedrichshafen-Romanshorn aus wurde der Polizei mitgeteilt, dass ein Segelboot unter Motor der Fähre trotz Vorrang vor den Bug gefahren war. Die Fähre musste dabei stoppen.

Der Führer des Segelbootes befand sich bewegungslos im Cockpit. Die Einsatzleitung schickte zwei Polizeiboote aus Lindau und Friedrichshafen sowie ein DLRG-Boot zur Fähre.

Die Ermittlungen ergaben, dass sich der Schiffsführer nach durchsegelter Nacht auf dem Heimweg befand und übermüdet war.

Etwa 100 Einsatzkräfte sind für Rund Um unterwegs

Während der Regatta waren insgesamt 27 Einsatzboote der Wasserschutz- und Seepolizeien rund um den Bodensee, der Wasserrettungsorganisationen, der Feuerwehren aus Lindau, Wasserburg, Bregenz und Hard sowie des THW Lindau im Einsatz.

Im Segelhafen bildete die Wasserschutzpolizei Lindau zusammen mit der Wasserwacht aus dem Landkreis Lindau, der DLRG und jeweils einem Polizeibeamten aus Österreich, der Schweiz und Baden-Württemberg eine gemeinsame Einsatzleitung.

Es waren rund 100 Personen zur Sicherung der Regatta im Einsatz.

Unfälle und Polizeieinsätze auf dem Bodensee insgesamt

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