Sechs-Punkte-Spiel am Sonntagabend

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 Christian Schmidt (dunkles Trikot) trifft mit den Islanders erneut auf Höchstadt.
Christian Schmidt (dunkles Trikot) trifft mit den Islanders erneut auf Höchstadt. (Foto: Christian Flemming)
Sportredakteur

Seit Jahren tobt zwischen den EV Lindau Islanders und dem Höchstadter EC eine ganz besondere Rivalität. Die reicht zurück in die Zeiten der Eishockey-Bayernliga, als sich beide Clubs am Ende der Saison 2014/15 um die bayerische Play-off-Meisterschaft duellierten. Sie setzte sich in der Vorsaison während der Verzahnungsrunde zwischen Bayern- und Oberliga fort, als sich die Lindauer im Halbfinale knapp durchsetzten und in der Endspielserie auf die Memminger Indians trafen. In dieser Saison geht es um den achten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an den Play-offs der Eishockey-Oberliga berechtigt. Den haben derzeit die Panzerechsen aus dem Mittelfränkischen, die am Sonntagabend (18 Uhr, Eissportarena im Eichwald) am Bodensee gastieren, inne. Einen Punkt hinter ihnen in der Tabelle rangieren die Islanders.

Spiele zwischen Lindau und Höchstadt sind ein steter Garant für Spannung und Intensität – nicht anders war es während der abgelaufenen Hauptrunde. Während der EVL Ende Oktober sein Heimspiel knapp mit 2:1 für sich entscheiden konnte, behielten die Alligatoren fünf Wochen später in Höchstadt mit 3:2 die Oberhand. „Das wird auch diesmal ergebnisoffen sein“, schätzt Bernd Wucher, Erster Vorsitzender der Islanders, die Ausgangslage für Sonntagabend ein.

Diese hat sich insofern verändert, als die Alligatoren zu Beginn dieser Woche ihren Trainer feuerten. Man „sah sich nach den Ergebnissen der vergangenen Wochenenden gezwungen, Martin Ekrt mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben zu entbinden. Aufgrund der sportlichen Entwicklung sind wir zum Entschluss gekommen, dass wir auf der Trainerposition eine Änderung vornehmen müssen“, hieß es am Montagabend in einer Pressemitteilung der Verantwortlichen bei den Panzerechsen. Die beendeten Anfang Januar die Hauptrunde auf Platz neun, und damit einen Rang vor den Islanders, mussten in der Folge jedoch fünf ihrer sechs bislang absolvierten Partien der Meisterrunde ohne Punktgewinn abgeben. Lediglich zu Hause gegen Sonthofen gab es einen 7:3-Sieg – offenbar war dies zu wenig für die Führungsriege des Oberligisten aus Mittelfranken, der ab sofort vom Ex-Höchstadter Spieler Daniel Sikorski, dem Petr Kasik als hauptamtlicher Nachwuchstrainer an der Bande zur Seite steht, gecoacht wird.

Für Bernd Wucher ist die aktuelle Personalie auf dem Trainerposten des nächsten Gegners der Lindauer bedeutsam. „Neue Besen kehren gut. Die werden ein bisschen die Reihen umstellen und voll motiviert zu uns kommen. Das wird schwierig“, vermutet der Erste EVL-Vorsitzende mit Blick aufs anstehende Sonntagsspiel. Sowohl in diesem als auch beim Gastauftritt am Freitagabend gegen den Lokalrivalen in Memmingen (nach Redaktionsschluss beendet, Ergebnis und Bericht online unter schwäbische.de/lindau) geht es für die Mannschaft von Islanders-Spielertrainer Chris Stanley darum, den Kontakt zu Höchstadt nicht wieder abreißen zu lassen. „Bis zum letzten Wochenende bleibt es ein Zwei- oder sogar ein Dreikampf mit Sonthofen“, ist sich Wucher sicher.

Calabrese in der Reha

Fortschritte vermeldet der EVL-Vorsitzende im Lazarett der Spieler. Anthony Calabrese mache gute Fortschritte in der Reha, David Farny habe bereits das Training wieder aufgenommen. Auch Viktor Lennartsson ist aus seiner schwedischen Heimat nach Lindau zurückgekehrt. Auf unbestimmte Zeit ausfallen wird dagegen weiterhin Philipp Haug.

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