Scuderia Lindau glänzt mit zwei Gesamtsiegen

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 Das Bild zeigt Florian Arlt beim 52. Akademischen in Hockenheim.
Das Bild zeigt Florian Arlt beim 52. Akademischen in Hockenheim. (Foto: Calvolito Photography)
Lindauer Zeitung

Schwarzwälder Slalom-Meisterschaft, Bergrennen St. Agatha, Bergrennen Mickhausen und Akademisches Hockenheim – das waren die finale Stationen, mit denen Florian Arlt, Marcel Gapp und Karl-Heinz Schlachter von der Scuderia Lindau die diesjährige Motorsportsaison äußerst erfolgreich beendet haben.

Florian Arlt läutete dabei das Saisonfinale bei der 19. Trophy Schöne Aussicht am Rande der Skisprungschanze in Schonach ein. Auf der 1,805 Kilometer langen und sehr selektiven Strecke konnte er bereits im ersten Lauf für eine kleine Vorentscheidung sorgen, indem er seinen nächsten Verfolger um 2,2 Sekunden distanzierte. Dieser Abstand sollte dann nach drei Läufen noch auf insgesamt 3,55 Sekunden anwachsen und somit den gelben VW Lupo Cup am Ende des Tages als Klassensieger der Gruppe H (stark verbesserte Fahrzeuge) bis 1600 ccm als Klassensieger aufweisen.

Einen Tag später bereits stand das Finale für die Kombination Arlt/VW Lupo auf dem Programm – und es war nicht nur der Abschluss der Slalom-Saison, sondern gleichzeitig auch der letzte Lauf zur Schwarzwälder Slalom-Meisterschaft. Dementsprechend motiviert ging der Scuderianer ans Werk. Das Ganze mit großem Erfolg, denn der kleine Wolf (italienisch für Lupo) stürmte die 1,410 Kilometer lange Strecke pro Lauf zwischen 2,3 und 2,7 Sekunden schneller ins Ziel als der nächste Verfolger. Dies brachte Arlt nicht nur einen weiteren Klassensieg ein, sondern sollte am Ende des Tages auch zu einem glänzenden fünften Gesamtrang aller 95 gewerteten Teilnehmer führen.

In der Gesamtwertung zur Schwarzwälder Slalom-Meisterschaft – hierzu gehen alle und somit auch dementsprechend leistungsstärkere Fahrzeuge in die Wertung mit ein – war Florian Arlt auf End-rang sechs zu finden.

Für Marcel Gapp stand in Österreich zur gleichen Zeit das 50. Bergrennen Esthofen-St.Agatha auf dem Saisonfahrplan. Auf der 3,2 Kilometer langen und im Kalender als Highspeedstrecke bekannten Strecke hatte Gapp aufgrund der Regularien bereits vor dem Start ein schweres Los gezogen. Besagt doch das österreichische Reglement, dass der weiße BMW M3 zusammen mit stärker motorisierten Fahrzeuge zusammen gewertet wird. Marcel Gapp nahm diese Herausforderung aber bravourös an und erreichte mit Platz acht einen Platz unter den zehn Klassenbesten.

Das 38. ADAC Bergrennen Mickhausen sollte dann für Karl-Heinz Schlachter und Marcel Gapp das große Finale für die Bergrennsaion bilden – leider verlief es nur für einen der beiden Scuderianer erfolgreich. Die Defekthexe, die Karl-Heinz Schlachter und seinem BMW Alpina 2002 tii schon einen verspäteten Saisonstart beschert hatte, sorgte nun auch noch für ein vorzeitiges Ende. Somit war Schlachter nur noch ein einziger Wertungslauf im Jahre 2019 vergönnt.

Wetterlotterie bei der deutschen Bergmeisterschaft

Sein Teamkollege aus Lindau hatte hingegen noch etwas zu verteidigen und zwar nichts Geringeres als den zweiten Platz in der Gesamtwertung zur deutschen Bergmeisterschaft. Das Ganze sollte, wie schon des Öfteren in der diesjährigen Saison, in Form einer Wetterlotterie über die Bühne gehen. Setzte doch nach zwei von drei gefahrenen Läufen leichter Nieselregen ein, der die Fahrer vor eine zusätzliche Herausforderung stellen sollte. Doch Gapp behielt die Nerven und musste sich im Ziel nur um 0,3 Sekunden geschlagen geben. Somit heißt der Vizemeister der deutschen Bergmeisterschaft Marcel Gapp auf BMW M3.

Während sich Gapp und Schlachter nach Mickhausen in die Winterpause verabschiedet hatten, nahm Florian Arlt eine neue Herausforderung an und tauschte kurzerhand seinen VW Lupo Cup gegen einen BMW 323ti, um ein neues Terrain in Angriff zu nehmen. Ziel dieser Reise war das 52. Akademische in Hockenheim. Dass heißt von den Slalom- und Bergrennstrecken ging es nun auf eine reinrassige Rennstrecke. Das Ganze leider beeinträchtigt durch dichten Nebel, der den Start zunächst verzögern sollten. Als der Kampf gegen die Uhr dann eröffnete war, zeigte Arlt keine großen Anpassungsschwierigkeiten. Der gelb-grüne BMW war nämlich nach Lauf eins auf Platz sieben aller 19 Teilnehmer zu finden. Dieses Ergebnis konnte er im zweiten Lauf nicht nur bestätigen, sondern sogar noch um einen Rang auf Platz sechs verbessern.

Arlt, Gapp und Schlachter haben somit auch in diesem Jahr eine erfolgreiche Saisonbilanz für die Scuderia Lindau vorzuweisen – dies bestätigen die Platzierungen innerhalb der besten drei Fahrer (zweimal Gesamtsieg, siebenmal Klassensieg, fünfmal auf dem Podium).

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