Schulen erhalten schnelles Internet

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Neue Glasfaseranschlüsse sollen die Digitalisierung der Lindauer Landkreisschulen voranbringen.
Neue Glasfaseranschlüsse sollen die Digitalisierung der Lindauer Landkreisschulen voranbringen. (Foto: symboloto: Britta Pedersen)
Olaf Winkler

In den nächsten Tagen sollen die Lindauer Landkreisschulen die bereits verlegten Glasfaserkabel nutzen können und damit über Internetverbindungen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 500 MBit/s verfügen.

Und auch in Lindenberg könnte es noch heuer so weit sein, wie Wolfgang Neff vom Landratsamt bei der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Sport des Kreistages berichtete. Den entsprechenden Auftrag vergab der Ausschuss an die TK Lindau. Mithilfe von Zuschüssen des Freistaates sollen spätestens bis August 2020 alle Landkreisschulen über Glasfaseranschlüsse verfügen.

In Lindenberg arbeitet der Landkreis dabei mit dem Zweckverband der Mittelschule zusammen, da sich Mittelschule und Realschule in einem Gebäudekomplex befinden. Hier wird zudem ein zusätzliches Leerrohr verlegt, um für den angedachten Neubau der Antonio-Huber-Schule in diesem Bereich gerüstet zu sein.

Insgesamt kosten die Anschlüsse für die Schulen in Lindenberg knapp 132 000 Euro – deutlich weniger als zunächst gedacht. Denn die Planer hatten Gesamtkosten in Höhe von 186 000 Euro errechnet. Zudem übernimmt die Mittelschule einen Anteil von knapp 19 400 Euro.

Doch nicht nur die neuen Glasfaseranschlüsse sollen die Digitalisierung der Schulen weiter voranbringen. Aus dem Digitalbudget der Staatsregierung für das „digitale Klassenzimmer“ erhält der Landkreis 376 000 Euro und stockt diese auf rund 400 000 Euro auf. Allerdings ist der Landkreis auch für neun Schulen mit 180 Klassenzimmern zuständig. Somit stehen pro Klassenzimmer gut 2200 Euro zur Verfügung. Das reicht für eine Ausstattung mit einer Multifunktionswand, einem Lehrercomputer und einer Dokumentenkamera.

Tablets und Laptops

Zwei Piloträume, in denen auch digitale Endgeräte wie Tablets oder Laptops vorhanden sind, sollen in Lindau und Lindenberg entstehen. Geld für weitere Geräte bleibt nicht übrig. Hier sollen die Schulen vom Digitalpakt von Bund und Ländern profitieren. Denn hier fließen zwischen 2020 und 2023 insgesamt rund 1,9 Millionen Euro in den Landkreis, der auf rund 2,2 Millionen Euro aufstockt. Damit soll die Finanzierung von Netzwerktechnik, Servern und Endgeräten möglich sein.

Für Wolfgang Neff ist dabei klar, dass es sich bei den ebenfalls anzuschaffenden Tablets und Laptops um Geräte mit den Betriebssystemen Windows und Android handeln soll. „Sie entsprechen der Lebenswirklichkeit der Schüler“, so Neff. Damit scheiden Geräte auf Apple- oder Linux-Basis aus.

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