Schüler „chillen mit Ressourcen“

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Die Schüler kochen mit Sonnenkraft.
Die Schüler kochen mit Sonnenkraft. (Foto: KJR)
Lindauer Zeitung

Eine Pausenhofaktion zum Thema Nachhaltigkeit und Gesundheit an der Berufsschule hat gezeigt, dass die Schüler großes Interesse an neuen Möglichkeiten der Energiegewinnung mitbringen und auch eine ausgewogene Ernährung schätzen. Wie der Kreisjugendring Lindau berichtet, wurde der Pausenhof unter dem Motto „Chillen mit Ressourcen“ verwandelt. Die Schüler erwartete eine Gartenlounge, eine alkoholfreie Cocktail- und Saftbar, eine Outdoorküche mit zwei Solarkochern, drei E-Bikes und ein Energierad.

Bei der Vorbereitung wurden Ressourcen innerhalb der Schule aufgespürt und genutzt. Schüler der „Jugendlichen ohne Arbeitsplatz“-Klassen (JoA) erwarben sich durch die Teilnahme am Unterricht der Restaurant- und Hotelfachleute Kenntnisse im Mixen von alkoholfreien Cocktails. Mit Hilfe des Hausmeisters David Durach und den Schülern sowie den Lehrkräften der JoA-Klasse wurden alte Palletten geschliffen, gesägt und zu Gartenmöbeln umgebaut. Alte Sitzkissen wurden gewaschen, gestopft und wieder in Einsatz gebracht. Heidi Oldenburg, Lehrerin am BSZ, gestaltete mit den Schülern der JoA Klasse Möbel für die Saftbar und gemeinsam mixten sie am Aktionstag Säfte und Cocktails. Die Packmitteltechnologieklasse baute im Unterricht mit ihrer Lehrkraft, dem Energie- und Umweltbeauftragten des BSZ-Lindau Fritz Weithmann zwei Solarkocher auf.

Allein durch die konzentrierte Energie der eingefangenen Sonnenkraft wurde dann auf dem Pausenhof eine vegetarische Linsen-Currysuppe gekocht. Dazu schnibbelten in der Outdoor-Küche sechs junge Leute zügig Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch, Tomaten und Äpfel, um drei große Töpfe Suppe für die Solarkocher zu füllen. Um das Gericht abzurunden wurden eigene Kräuter aus dem Hochbeet verwendet. Dies wurde gebaut und bepflanzt von den Jugendlichen aus der GartenWerkstatt von Julia Abt und Anja Gutermann vom KJR Lindau. Dieses Geschenk hat wesentlich zur Verschönerung des Pausenhofes beigetragen und Synergieeffekte in der Schule ausgelöst, wie esi m Bericht der Schule weiter heißt.

Viele Schüler waren nach einer Probefahrt mit dem E- Bike begeistert, wie schnell sie ihren Radius erweitern konnten und mühelos zügig von A nach B gelangten. Das Highlight war das Energierad, mit dem man allein durch Muskelkraft Strom erzeugen und dadurch Wasser kochen, Musik hören oder auch den Unterschied im Stromverbrauch zwischen LED und Glühbirne spürbar machen konnte.

In der Gartenlounge mit Sitzgelegenheiten zwischen Kräuter- und Blumenbeeten der GartenWerkstatt, wurde dann bei Musik gemütlich und in guter Stimmung entspannt geplaudert, Saft getrunken oder Suppe gelöffelt. Über die zahlreiche Beteiligung der Schüler, den Besuch des Klimaschutzmanagers des Landkreises Steffen Riedel und der Jugendlichen der GartenWerkstatt hat sich das Organisationsteam gefreut.

Mitarbeitende des Kreisjugendrings unterstützen das Projekt an den verschiedenen Stationen.

Für die Zukunft wäre das Ziel, ähnliche Projekte während des ganzen Schuljahres zu initiieren, um junge Menschen verstärkt an den Themen Nachhaltigkeit und Gesundheit zu beteiligen. Durch solche lebensnahen Projekte werden junge Menschen mit all ihren Sinnen und auf allen Ebenen angesprochen. Neugier und Forschergeist werden angeregt, Motivation ergibt sich sozusagen von selbst, wie es abschließend heißt.

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