Rund 2400 Objekte kommen unter den Hammer

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Lot 1182: Dieses Bild von Adolf Lüben zeigt die Rückkehr des Festzuges vom Schützenplatz.
Lot 1182: Dieses Bild von Adolf Lüben zeigt die Rückkehr des Festzuges vom Schützenplatz. (Foto: auktionshaus Zeller)
Lindauer Zeitung

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Das Auktionshaus Michael Zeller, Bindergasse 7, versteigert vom 27. bis 29. September wieder jede Menge Bilder, Mögel und andere Gegenstände – bei der 138. Internationalen Bodensee-Kunstauktion. Rund 2400 Kunstobjekten, Sammlungsstücken und Kuriositäten hat das Autkionshaus zusammengestellt. Interessierte können die Gegenstände vom 15. bis 25. September bei einer Vorbesichtigung in Augenschein nehmen, wie das Auktionshaus mitteilt. Ein Überblick über ausgewählte Objekte:

Bildende Kunst:

Mit Marie Ellenrieder (1791 bis 1863) ist eine Künstlerin vertreten, die als erste Frau an der Kunstakademie in München aufgenommen wurde. Nach dem Studium lernte Ellenrieder während eines Italien-Aufenthalts einzelne Künstler der Nazarener kennen, deren Stil ihr Schaffen stark beeinflusste. Ihre Auseinandersetzung mit Vorbildern der Renaissance ist auch in dem Gemälde zu erkennen, das bei der Bodensee-Kunstauktion versteigert wird (Lot 1134, Limitpreis: 3000 Euro). Dargestellt ist eine Mutter, die ihre zwei Töchter liebevoll im Arm hält, wobei der Symbolgehalt im Bild direkt ins Auge springt: Gewandfarben und passende Blumenkränze aus Rosen, Lilien und Vergissmeinnicht symbolisieren Liebe, Unschuld und Treue.

Neben diesem Gemälde kommen im Bereich der Modernen und Zeitgenössischen Kunst auch Werke namhafter Künstler des Expressionismus zur Versteigerung: Arthur Fauser (Lot 1275, Limitpreis: 800 Euro), Franz Heckendorf (Lot 1276, Limitpreis: 6800 Euro) und Erich Heckel (Lot 1296, Limitpreis: 1800 euro); außerdem grafische Arbeiten unter anderem von Gerhard Richter (Lot 1279, Limitpreis: 1200 Euro), Günther Uecker (Lot 1287, Limitpreis: 900 Euro) und Antoni Tàpies (Lot 1338, Limitpreis: 250 Euro).

Möbel, Einrichtung und Design

Auch antike Einzelstücke kommen unter den Hammer. Unter anderem ein dreifach gegliedertes Louis-Philippe-Conversations-Canapé aus Mahagoni mit kapitonierter Polsterung (Lot 1846, Limitpreis: 1000 Euro), ein Kabinettschrank im Renaissance-Stil aus Nussbaum mit geschnitzten Maskarons und Hermen (Lot 1870, Limitpreis: 2800 Euro) und ein Nähtisch mit architektonisch gegliederter Inneneinrichtung, der in seiner Gestaltung an einen Globus erinnert (Lot 1861, Limitpreis: 1400 Euro).

Geoffrey Bawa (1919 bis 2003), srilankischer Architekt und einer der Hauptvertreter des „Tropischen Modernismus“, hat auch Möbel entworfen, etwa den Kandalama Chair (Lot 1738, Limitpreis: 1200 Euro), ein Sessel aus organisch geformtem, schwarz lackiertem Baustahl. Zu seinem Umkreis gehörte der Schweizer Rico Taravella, der auch auf Sri Lanka tätig war und etwa die Häuser von Bawa mit Möbeln bestückte. Einige davon werden versteigert (Lot 1737, Limitpreis: 800 Euro).

Ethnologische Gegenstände

Eine Besonderheit bilden bei der Septemberauktion Gegenstände aus der Sammlung eines Ethnologen, der über 30 Jahre völkerkundliche Exponate aus allen Kontinenten, überwiegend aus Asien, Neuguinea und Afrika, zusammentrug. Darunter befinden sich unterschiedlichste Waffen wie Krise aus Sumatra (Lot 25, Limitpreis: 40 Euro), Indonesien (Lot 27, Limitpreis: 30 Euro) oder Bali (Lot 40, Limitpreis: 250 Euro), Klewangs unter anderem aus Malaysia (Lot 52, Limitpreis: 200 Euro), Kindjals aus dem Kaukasus (Lot 76, Limitpreis: 100 euro) und viele weitere. Außerdem gibt es bei der Auktion Kultgegenstände wie Ritualdolche (Lot 112, Limitpreis: 50 Euro) oder Ritualbeile aus Neuguinea (Lot. 126, Limitpreis: 30 Euro). Aus afrikanischen Ländern finden sich unter den Waffen Speere verschiedener Stämme (Lot 158, Limitpreis 80 euro) und Schilde (Lot 180, Limitpreis 80 Euro).

Außerdem gibt es auch Schmuck der Tuareg (Lot 435, Limitpreis: 80 Euro) und Amulettanhänger aus Nordafrika (Lot 438, Limitpreis: 80 Euro).

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