Restaurator im Martin-Thomann-Haus

 Stiftungsräte Eugen Baumann und Karl-Heinz Brombeis in der restaurierten Diele der Martin Thomann Wohnung.
Stiftungsräte Eugen Baumann und Karl-Heinz Brombeis in der restaurierten Diele der Martin Thomann Wohnung. (Foto: Martin-Thomann-Stiftung)
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Martin Thomann war Bäckermeister, Malerpoet, Stadtführer und Ehrenbürger seiner Heimatstadt Lindau. 1915 erblickte er in seinem Elternhaus in der Vorderen Metzgergasse 12 das Licht der Welt, 2007 starb er im Hospital zum Hl. Geist.

2012 gründete seine Tochter Ingeborg Krüger die Martin-Thomann-Stiftung. In den Statuten zum Stiftungszweck ist neben dem Erhalt des Andenkens an ihn und seines Nachlasses an erster Stelle die Erhaltung und Pflege des denkmalgeschützten Gebäudes aufgeführt.

Seitdem fanden kontinuierlich verschiedenste Instandsetzungs- und Renovierungsmaßnahmen im Gebäude, insbesondere in der früheren Familienwohnung von Martin Thomann im zweiten Obergeschoss, statt.

Die jüngste und gerade fertiggestellte Instandsetzungsmaßnahme ist die Restaurierung der Decke und Holzwände in der Diele. Im Auftrag der Stiftung und in Absprache mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Stadt Lindau führte der Kirchenmaler und Restaurator Karlheinz Weinzierl aus Bellenberg die erforderlichen Arbeiten mustergültig aus. Die vorangegangene Befunduntersuchung brachte mehrere übereinander liegende Holz-, Putz- und Farbfassungsschichten zutage, hinter einer heutigen Türblende kam noch ein älterer Türstock zum Vorschein, und auf einem Teil der Dielenwand eine Lage Tapeten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die jetzt umgesetzten Maßnahmen ergeben wieder ein stimmiges und adäquates Erscheinungsbild.

Die Kosten konnten aus Eigenmitteln der Stiftung und erfreulicherweise auch mit einem angemessenen Zuschuss vom Denkmalamt finanziert werden.

Neben der baulichen Pflege des Anwesens kümmert sich die Stiftung auch sehr um den künstlerischen Nachlass von Martin Thomann. So entstand 2019 der zweite Band „Lindau – Eine Stadt verändert ihr Gesicht“, in dem farbige Aquarelle von Martin Thomann zu Stadträumen und alten Gebäuden, die abgerissen wurden, mit schwarz-weiß Fotografien aus der heutigen Zeit und neuen Situation gegenübergestellt sind.

Diese zweite Auflage ist jetzt wieder im einschlägigen Lindauer Buchhandel erhältlich und eigentlich ein Muss für jeden Lindauer Interessierten an der Historie der Stadt und Liebhaber alter Gebäude. Der Verkaufserlös kommt ausschließlich der Martin-Thomann-Stiftung wieder zugute.

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