Punkteteilung im Westderby

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Ivan Horvat und Alpla HC Hard kommen in Schwaz über ein Unentschieden nicht hinaus.
Ivan Horvat und Alpla HC Hard kommen in Schwaz über ein Unentschieden nicht hinaus. (Foto: Alexandra Köß)
Lindauer Zeitung

In der zweiten Hauptrunde der spusu LIGA haben sich Vizemeister und Double-Gewinner Alpla HC Hard und Sparkasse Schwaz Handball Tirol am Wochenende mit dem 23:23 (10:16) die Punkte geteilt. Der aktuelle SUPERCUP-Gewinner lag laut Pressbericht zu Beginn der zweiten Halbzeit vor eigenem Publikum bereits mit sieben Toren zurück.

Bei ihrer Heimpremiere mussten die „Roten Teufel“ vom Bodensee auf die verletzten Teamspieler Dominik Schmid und Gerald Zeiner sowie Risto Arnaudovski verzichten. Die Tiroler überraschten mit einer offensiven 5:1-Abwehr und lagen nach sechs Minuten mit 4:1 vorne.

Die Hausherren, angefeuert von knapp 1000 Fans in der Sporthalle am See, leisteten sich immer wieder Fehler im Angriffsspiel. Schwaz führte im Westderby durch schnelle Gegenstöße – vor allem über Alexander Wanitschek (9 Tore) – Mitte der ersten Halbzeit mit 8:4. In der 17. Minute sah Schwaz-Legionär Aleksandr Semikov nach einen rüden Foul an Luca Raschle die Blaue Karte. Doch die Harder Angreifer fanden gegen die kompakte Gästeabwehr kein Mittel. Nach 24 Minuten lagen die Gastgeber mit 6:12 in Rückstand. Hards Cheftrainer Klaus Gärtner zog bereits zum zweiten Mal die Grüne Karte für ein Timeout.

Mit einem 10:16-Rückstand ging es nach 30 Minuten in die Kabinen. Nach dem Wiederanpfiff erhöhte zuerst Schwaz in Überzahl auf 10:17. Unermüdlich angefeuert von ihren Fans kam Hard auf 15:19 (39. Minute) heran. Thomas Hurich im Tor entschärfte einige Würfe der Schwazer. Doch im Angriff hatten seine Vorderleute das Visier nicht immer scharf genug eingestellt.

Hard-Trainer Klaus Gärtner riskierte alles, ließ in der Abwehr offensiver decken. Dann hatte Boris Zivkovic (8 Tore) seine stärkste Phase, ein Doppelschlag von Ivan Horvat (6 Tore) bedeutete das 19:21 (48.). Die Halle stand erstmals kopf. Fünf Minuten vor der Schlusssirene gelang Thomas Weber mit einem spektakulären Tor der Anschlusstreffer zum 22:23. In der dramatischen Schlussphase glich Michael Knauth 77 Sekunden vor dem Ende per Siebenmeter zum 23:23 aus. In der Schlusssekunde landete der direkte Freiwurf von Michael Miskovez noch an der Harder Stange.

„In der ersten Halbzeit hatten wir keine Lösungen im Angriff. Zudem zeigten wir zu wenig Emotionen und haben uns acht technische Fehler geleistet. Beim Stand von 15:19 haben wir drei Chancen ausgelassen. Am Ende war es ein glücklicher, aber verdienter Punkt,“ so Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner. „Wir wussten nach der Halbzeit, was noch alles auf uns zu kommt. Es ist alles sehr lange gut für uns gelaufen. Am Ende mussten wir jedoch froh sein, nicht mit leeren Händen dazustehen,“ meinte Schwaz-Coach Frank Bergemann.

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