„Punk-in-Drublic“-Festival ist ein voller Erfolg

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Tausende kommen zum „Punk-in-Drublic“-Festival nach Dornbirn.
Tausende kommen zum „Punk-in-Drublic“-Festival nach Dornbirn. (Foto: Alexander Ludwig)

Marc Jehnes, Booker beim Club Vaudeville, ist zufrieden. Das „Punk-in-Drublic“-Festival, das der Club am vergangenen Freitag in der Messehalle in Dornbirn veranstaltet hat, war ein voller Erfolg. Mehr als 3000 Besucher haben mit Punk-Rock-Größen wie „NOFX“, „Pennywise“ und „Mad Caddies“ gefeiert. Für Jehnes bedeutet das: Die Messehalle wird der Club in Zukunft wahrscheinlich häufiger für größere Indoor-Veranstaltungen buchen.

Dass der Club Vaudeville für diese Veranstaltung nach Österreich ausweichen musste, hatte mehrere Gründe: Zum einen haben die Bands „NOFX“ und „Pennywise“ erst kürzlich beim Southside-Festival in Neuhausen ob Eck gespielt. Dann greift die sogenannte Gebietsschutzklausel, wie Jehnes erklärt: Die Bands dürfen innerhalb eines bestimmten Zeitraums im Umkreis von 200 Kilometern nicht auftreten. „In einem anderen Land fällt der Gebietsschutz weg“, erklärt Jehnes. Außerdem hatte der Club mehrere tausend Besucher zum Festival erwartet – und dafür wären sowohl die eigenen Räume als auch die Inselhalle schlicht zu klein gewesen.

Die Mitglieder des Clubs sind stolz, dass sie das „Punk-in-Drublic“-Festival, eine Mischung aus Konzert und Craftbeer-Party, organisieren durften. Immerhin gibt es davon nur sieben in ganz Europa, die meisten finden in Metropolen wie Berlin oder Wien statt. „Die Zahlen waren natürlich größer als zum Beispiel beim U&D“, sagt Jehnes. Insgesamt 25 Clubmitglieder hatten sich während des Festivals um Catering, Bandbetreuung, Abrechnung und die Sicherheit im Graben gekümmert. Der Rest lief über die Messe Dornbirn. „Das hat super geklappt“, sagt Jehnes. Er könne sich vorstellen, bei ähnlichen Veranstaltungen in Zukunft öfter mit Österreich zusammenzuarbeiten.

„Mad Caddies“ kommen zum Grillen vorbei

Dass der Club für die Organisation des „Punk-in-Drublic“-Festivals infrage kam, ist dessen guten Beziehungen zu Bands und Veranstaltern zu verdanken. „Wir haben im Februar eine Show mit den Mad Caddies für die Zeit gebucht und die Veranstalterin fragte uns, ob wir den Termin verschieben könnten, weil da das Festival geplant war“, so Jehnes. Weil es für das Festival aber noch keinen Veranstaltungsort gab, bot der Club an, es auszurichten.

Mit der Agentur, die das Festival organisiert, hatte der Club bereits zusammengearbeitet, und Bands wie „Pennywise“, „NOFX“ und die „Mad Caddies“ haben in Lindau fast schon ein zweites Zuhause gefunden: Sie alle haben dort bereits mehrmals gespielt – die „Mad Caddies“ ganze 16-mal. Und die Band fühlt sich im Club offenbar pudelwohl: „Am Montag vergangene Woche hatte sie einen Tag frei und wollten ihn unbedingt bei uns verbringen“, erzählt Jehnes. So seien einige Mitglieder des Clubs mit der Band mittags auf den Pfänder gewandert, später ging es mit ein paar von ihnen zum Boxtraining. Am Abend haben dann Band, Crew und jede Menge Club-Mitglieder gemeinsam gegrillt.

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