Zecher machen ernst: Sie sammeln Unterschriften für ihre Haltestelle in der Grenzsiedlung

 Damit der Lindauer Stadtbus wieder besser funktioniert, sollen einige Linienabschnitte geändert und einzelne Haltepunkte gestri
Damit der Lindauer Stadtbus wieder besser funktioniert, sollen einige Linienabschnitte geändert und einzelne Haltepunkte gestrichen werden. Dazu könnten auch Haltestellen in Enzisweiler sowie der Wendepunkt Grenzsiedlung in Zech (Foto) gehören, obwohl dieser gut frequentiert ist. (Foto: Christian Flemming)
Redakteurin

In Zech regt sich Protest gegen die Entscheidung des Lindauer Stadtrats, die Stadtbuslinie 5 zu verkürzen und die Endhaltestelle in der Grenzsiedlung ersatzlos zu streichen. Seit Mittwochvormittag sammelt das Zecher Bürgerforum Unterschriften. Innerhalb weniger Stunden waren die ersten Listen voll – rund 50 Unterschriften waren da bereits zusammengekommen.

Die Listen liegen im Mehrgenerationenhaus Treffpunkt Zech, der Aral-Tankstelle, der Bäckerei Schwab in der Grenzsiedlung und dem Lotto Toto in der Bregenzer Straße beim Gasthaus Zum Zecher aus.

„Die Rückmeldungen sind eindeutig“, sagt Roland Manz vom Zecher Bürgerforum. „Wir müssen alles versuchen, dass die Grenzsiedlung angebunden bleibt.“ Schon jetzt seien 220 Haushalte von der Entscheidung betroffen, und es werden noch mehr, weil ein Baugebiet und eine Kindertagesstätte geplant seien.

Vorschlag: Haltestellen Leiblachstraße und Kuhnert streichen

Manz’ Ansicht nach wäre es sinnvoller, die Haltestellen Leiblachstraße und Kuhnert zu streichen. „Dort liegen die Haltestellen nah beieinander. Für die Fahrgäste dort wäre der Fußweg dann vielleicht hundert Meter mehr länger“, sagt er. Anders sei es in der Grenzsiedlung, von dort aus sei der Fußweg in die nächste Haltestelle zu weit. Hinzu komme, dass die Haltestelle in der Leiblachstraße nicht für Rollstuhlfahrer geeignet sei. „Der Bürgersteig ist zu schmal, deswegen kann der Bus die Rampe nicht ausfahren“, sagt Manz.

Ein Vorteil der Haltestelle Grenzsiedlung sei außerdem, dass sie nur hundert Meter vom Treffpunkt Zech entfernt ist, der montags und mittwochs einen günstigen Mittagstisch anbietet. Dieses Angebot werde von vielen älteren Menschen angenommen, die dadurch zumindest zweimal in der Woche ein warmes Mittagessen in Gesellschaft bekommen.

Die Unterschriftenaktion soll zunächst bis zum nächsten Bürgerforum laufen, das am Montag, 23. Mai, um 19.30 Uhr geplant ist. „Dort wollen wir gemeinsam mit den Bürgern überlegen, wie wir weitermachen und was für Aktionen wir starten werden“, sagt Gabriele Zobel, die das Mehrgenerationenhaus leitet.

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