Polizisten nehmen in Lindau mutmaßliche Schleuser fest

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 In diesem Auto wollte ein Mann unerlaubt Menschen nach Deutschland einschleusen.
In diesem Auto wollte ein Mann unerlaubt Menschen nach Deutschland einschleusen. (Foto: Bundespolizei)
Lindauer Zeitung

In der ersten Maiwoche hat die Polizei in Lindau bereits drei Schleusungen vereitelt. Während die Grenzpolizei eine Schleusung am Bahnhof Lindau stoppte, waren die Bundespolizisten auf der Autobahn erfolgreich.

Die Bundespolizei kontrollierte am Montag auf der A96 ein in Italien zugelassenes Auto. Der nigerianische Fahrer und seine angebliche italienische Ehefrau verfügten über gültige Reisedokumente. Die beiden anderen Nigerianer im Auto konnten jedoch keine Papiere vorweisen. Der Fahrer gab an, nach Bremen zu einer Hochzeit reisen zu wollen. Hierfür konnte der Mann jedoch bis zum Abschluss der polizeilichen Maßnahmen keinen Nachweis erbringen. Ein 39-Jähriger war bereits in drei EU-Ländern als Asylsuchender bekannt. Die Bundespolizisten leiteten den Mann entsprechend an das Ausländeramt weiter. Eine 23-Jährige wiesen die Beamten nach Österreich zurück.

Am frühen Samstagmorgen hatten Lindauer Bundespolizisten am Grenzübergang Hörbranz die Fahrt einer nigerianischen Familie in einem Fernreisebus aus Italien gestoppt. Während der Vater über gültige Ausweisdokumente für Deutschland verfügte, konnte seine Frau für sich und den zweijährigen Sohn keine Papiere vorweisen. Die Bundespolizisten zeigten den 42-Jährigen wegen Einschleusens von Ausländern und seine Frau wegen des Versuchs der unerlaubten Einreise an. Noch am selben Nachmittag wiesen die Beamten die Familie nach Österreich zurück.

Am Donnerstagnachmittag (2. Mai) hat die Grenzpolizei eine mutmaßliche Schleusung am Inselbahnhof vereitelt und übergab den Fall an die Bundespolizei. Ein 34-jähriger Serbe wollte seinen 37-jährigen Bruder und dessen vier Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren sowie seinen 19-jährigen Stiefsohn mit einem Nahverkehrszug nach Deutschland bringen. Der mutmaßliche Schleuser ist bereits polizeibekannt und verfügt über eine Duldung sowie einen festen Wohnsitz in Deutschland. Die weiteren Ermittlungen dauern an. Den Vater und seine vier Kinder leiteten die Bundespolizisten an die zuständige Ausländerbehörde weiter. Der muss das Land umgehend verlassen.

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