Polizei enttarnt Schleuser am Lindauer Bahnhof

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Die Bundespolizei hat einen Schleuser erwischt.
Die Bundespolizei hat einen Schleuser erwischt. (Foto: Bundespolizei)
Lindauer Zeitung

Die Bundespolizei hat am Mittwoch eine scheinbar zufällige Begegnung unter irakischen Landsleuten als Schleusung enttarnt. Der vermeintliche Helfer hatte die drei Ausländer scheinbar selbst in seinem Auto über die Grenze gebracht, teilt die Polizei mit.

Die Beamten kontrollierten im Bahnhof Lindau drei junge Männer im Alter von 19, 25 und 27 Jahren. Das Trio konnte sich aber nicht ausweisen. Ein 28-jähriger Iraker, der über einen gültigen österreichischen Reisepass und Aufenthaltstitel verfügte, schien die drei Ausweislosen zu begleiten.

Der Mann hatte sein Auto mit österreichischer Zulassung am Bahnhof geparkt. In dem Auto fanden die Polizisten Unterlagen der drei Männer. Zudem verstrickten sich die Verdächtigen in den Befragungen in erhebliche Widersprüche. Vermutlich haben die Migranten für ihre organisierte Schleusung nach Deutschland mehrere Tausend Euro bezahlt, schreibt die Polizei.

Bei der Durchsuchung fanden die Bundespolizisten dann auch die in den Reisekoffern versteckten Reisepässe der Iraker auf. Die drei Männer wurden in eine Erstaufnahmeeinrichtung gebracht. Der mutmaßliche Schleuser erhielt eine Ausreiseaufforderung und muss sich nun wegen Einschleusens von Ausländern verantworten.

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