Pirmin Eisenbarth überrascht sich selbst

 Der Lindauer Pirmin Eisenbarth reist mit einem guten Gefühl zur deutschen Meisterschaft.
Der Lindauer Pirmin Eisenbarth reist mit einem guten Gefühl zur deutschen Meisterschaft. (Foto: Matthiesen/Beautiful Sports/Imago)
Sportredakteur

Ziemlich unerwartet hat Pirmin Eisenbarth das Rennradrennen bei der Grüntenstafette in Burgberg im Allgäu gewonnen. „Wenn mir das einer vorher gesagt hätte, dann hätte ich es nicht geglaubt“, sagt der Radsportler aus Lindau. Auf der Strecke gab es nämlich auch Markus Kaufmann vom RSV Seerose Friedrichshafen als Kontrahenten. „Ein exzellenter Bergfahrer“, betont Eisenbarth. Er kennt ihn gut, so sind beide Teamkollegen bei Texpa-Simplon. Demnach ordnet er seinen ersten Platz bei der Grüntenstafette als Überraschungserfolg ein, den er nicht überhöhen will: „Ich war zwei Sekunden schneller als er, das ist fast gleich schnell“, so Eisenbarth.

Seine Leistung genügte jedoch nicht, um als Gruppe den Gesamtsieg davonzutragen. Eisenbarth trat zusammen mit Felix Müksch (Trailrun), Quirin Schmölz (Berglauf), Patrik Perez (Alpinlauf), Philip Handl (Mountainbike) und Marcel Rüdisser (Straßenlauf) für das Sport Haschko Team 1 an. Von 131 Mannschaften belegten sie am Ende den dritten Rang. Einen Platz vor ihnen landete das Sport Haschko Team, für das unter anderem Kaufmann im Einsatz war. Nach fünf Siegen in Folge verfehlte das Sport Haschko Team diesmal also die Titelverteidigung. Mit rund 40 Sekunden Vorsprung triumphierte stattdessen das Team mit dem Namen „SV Oberreute – bloß it Hudla“.

Richtige Herausforderung zum Saisonabschluss

Eisenbarth reist nun optimistisch zur deutschen Mountainbike-Marathon-Meisterschaft in Titisee-Neustadt am Samstag, 1. Oktober. „Ich bin nach wie vor richtig gut im Training“, sagt der Lindauer. Eine Top-Fünf-Platzierung im Schwarzwald sei dabei durchaus realistisch und die nimmt er sich auch vor. „Mit einer Medaille wird es aber ziemlich eng. Da muss ich schon viel Glück haben“, meint Eisenbarth. Er räumt David List vom RSV Seerose Friedrichshafen sehr gute Chancen ein, schließlich fährt er für das Lexware Mountainbike Team aus dem Hochschwarzwald. Zudem bescheinigt Eisenbarth dem Trek-Vaude-Fahrer Sascha Weber eine starke Form. Auf dem Zettel hat der Lindauer zudem Simon Stiebjahn vom Singer Racing Team: Für ihn ist es sein Heimrennen, da er in Langenordnach, einem Ortsteil von Titisee-Neustadt, aufwuchs. „Viele Trails, viele Wurzeln, 80 Kilometer, 300 Höhenmeter – wahrscheinlich im Komplettregen“, sieht Eisenbarth bei seinem Saisonabschluss eine richtige Herausforderung auf sich zukommen.

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