Parkhaus mit 700 Plätzen ist alte BU-Forderung

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Nach der Lindau Initiative will jetzt auch die Bürgerunion den Antrag von CSU, FB und JA unterstützen, am Karl-Bever-Platz ein
Nach der Lindau Initiative will jetzt auch die Bürgerunion den Antrag von CSU, FB und JA unterstützen, am Karl-Bever-Platz ein Parkhaus mit bis zu 700 Stellplätzen zu errichten. Denn das habe die BU schon seit Jahren gefordert. (Foto: Archiv: Christian Flemming)
Lindauer Zeitung

Was jüngst CSU, Freie Bürgerschaft und Junge Aktive als Antrag formuliert haben, nämlich am Karl-Bever-Platz ein Parkhaus mit 700 Stellplätzen zu errichten, das habe die Bürgerunion schon lange gefordert – darauf verweisen jetzt die BU-Stadträte Oliver Eschbaumer, Roland Freiberg und Hermann Kreitmeir. „Die Bürgerunion hat sich stets dagegen ausgesprochen, den Fokus 'Parkplatz am Karl-Bever-Platz' durch eine fragwürdige Hotelplanung verwässern zu lassen“, so die aktuelle Pressemitteilung der BU.

Schon seit dem vor fünf Jahren gefassten Beschluss des Stadtrates für die Gartenschau 2021, zwei Jahre später im Zuge des Bürgerbehrens zum Parkhaus-Inselhalle sowie zuletzt im OB-Wahlkampf hätten die BU-Stadträte Eschbaumer, Freiberg und Kreitmeir „unbeirrbar an der Forderung festgehalten, die auf der Westlichen Insel wegfallenden Parkplätze durch ein Parkdeck mit 700 Stellplätzen inselnah am Karl-Bever-Platz zu ersetzen“. Deshalb habe die BU auch ihre Zustimmung zum Investorenwettbewerb am Karl-Bever-Platz verweigert.

Die Bürgerunion Lindau freue sich daher, dass die Fraktionen der CSU, FB und JA nun die Argumentation der BU übernommen hätten und „sich vom Wunschdenken verabschieden, einen Investor zu finden, der 700 Stellplätze in Form einer Tiefgarage realisiert“, heißt es in der Pressemitteilung. Die BU erinnert daran, dass bereits die Ergebnisse der Bodenuntersuchungen beim Bau der Unterführung gezeigt hätten, dass „der Bau einer Tiefgarage in dieser Größenordnung aufgrund der zu erwartenden Kosten als völlig unrealistisch einzuschätzen war“. Bestätigt fühlt sich die BU auch insoweit, Bau und Betrieb des Parkhauses aus wirtschaftlichen Gründen in städtischer Hand zu belassen.

Eingegrüntes Parkdeck statt zwei „Bauklötzen“

Differenziert sieht die Gruppierung die Forderung von CSU, FB und JA, das Baufeld eines künftigen Parkhauses so zu wählen, dass „weitere Gebäude im Rahmen eines städtebaulichen Akzents“ möglich sind. Die BU ist überzeugt, dass ein in der Grundfläche größeres und somit niedrigeres und später eingegrüntes Parkdeck oder Parkhaus sich besser in den Karl-Bever-Platz einfügen würde, als zwei „Bauklötze“ von Parkhaus und einem weiteren hohen Gebäude.

Mit dem Investorenwettbewerb sei völlig unnötig wertvolle Zeit verlorengegangen, schreibt die BU. Nach ihrer Ansicht ist das Zeitfenster für rechtzeitigen Ersatz der Parkplätze auf der Hinteren Insel „bedenklich eng geworden“. Vor dem Hintergrund unterstütze die Bürgerunion jetzt den Antrag der Stadtratskollegen, den Investorenwettbewerb einzustellen und ein Parkhaus mit 700 Stellplätzen samt des dafür erforderlichen Bebauungsplan zu erstellen. Vor einer Woche hatte auch schon die Lindau Initiative unter der Federführung von Stadtrat Jürgen Müller ihre Zustimmung signalisiert.

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