Nullnummer im Nebel: Islanders verlieren Testspiel

Lesedauer: 4 Min
Viel Gestochere im Nebel dank der sommerlichen Außentemperaturen im letzten Testspiel des EV Lindau.
Viel Gestochere im Nebel dank der sommerlichen Außentemperaturen im letzten Testspiel des EV Lindau. (Foto: Christian Flemming)
Harald Neuburger

Trotz hochsommerlichen Temperaturen und idealem Badewetter haben am Sonntagabend mehr als 300 Eishockeyfans den Weg in die Eissportarena gefunden, um bei der Saison-Heimpremiere der Islanders gegen den Ligakonkurrenten EC Peiting dabei zu sein. Auf Lindauer Seite fehlten fast alle Jugendspieler mit Förderlizenz, da sie mit der U20 der Ravensburg Towerstars in Nürnberg unterwegs waren.

Jedoch spielten mit Sondergenehmigung die Junioren Lorenzo Valenti und Philipp Krauss vom ESV Kaufbeuren bei den Islanders mit. Obwohl bereits zu Beginn der Partie die Eisverhältnisse alles andere als optimal waren, da das Eis aufgrund der Wärme binnen kürzester Zeit stumpf wurde, entwickelte sich ein durchaus flottes Spiel. Dem Spiel war anzumerken, dass Peiting einige Trainingseinheiten mehr absolviert hatte als die Islanders, die erst seit vergangener Woche auf heimischem Eis trainieren konnten.

Peiting war überlegen, konnte jedoch selbst zwei Überzahlspiele in den ersten sieben Minuten nicht nutzen, da die Abwehr um Goalie Lucas Di Berardo hervorragend verteidigte. Auf der anderen Seite hatte Lindaus Jan Hammerbauer die große Gelegenheit, seine Farben in Front zu bringen, doch auch er scheiterte. Immer wieder wurde aufkommender Spielfluss durch Pausen unterbrochen, in denen die Spieler beider Mannschaften ihre Runden auf dem Eis drehten, um den Nebel aufzulösen. Als alle mit einem torlosen ersten Spielabschnitt rechneten, erzielte der beste Mann auf dem Eis, Brent Norris, die 1:0-Führung der Gäste, die durchaus in Ordnung war.

Zu Beginn des Mitteldrittels schienen die Lindauer Spieler noch mit den Gedanken in der Kabine zu sein, als wiederum Norris seinen Mitspieler Thomas Heger mustergültig bediente und der sogar noch die Zeit fand, den Lindauer Torwart zu umspielen und zum 2:0 zu erhöhen. Keine drei Minuten später das gleiche Spiel: Pass von Norris und 3:0 durch Florian Stauder. Aus einer folgenden Strafzeit gegen Peiting konnte Lindau trotz größtmöglicher Anstrengung kein Kapital schlagen.

Nachdem auch im zweiten Drittel das Spiel mehrmals unterbrochen wurde, um den Nebel zu vertreiben, beschloß das Schiedsrichtergespann um Vladislav Gossmann, eine 20-Minuten-Pause, inklusive Eisreinigung, vorzunehmen. Keine zwei Minuten nach Wiederaufnahme jedoch brachen sie das Spiel endgültig ab, da sie die Gesundheit der Spieler in Gefahr sahen.

Dennoch waren beide Trainer enttäuscht über den Abbruch. Schließlich wollten sie Eindrücke zum Leistungsstand ihrer Teams gewinnen. Einige Erkenntnise gab es trotzdem: Peitings Coach Sebastian Buchwieser sah deutliche Fortschritte seiner Mannschaft gegenüber den letzten Spielen sowohl im läuferischen als auch im taktischen Bereich.

Auch Lindaus Trainer Christopher Stanley sah, wo der Schuh drückt und stellte fest, dass allen drei Peitinger Toren individuelle Fehler seiner Spieler vorausgingen. Deswegen wird er sein Hauptmerkmal in der kommenden Trainingswoche auf das Abstellen dieser Fehler legen. Ob ihm das dann gelungen ist, können Lindaus Eishockeyfans am nächsten Samstag im letzten Vorbereitungsspiel vor dem Saisonstart sehen. Gegner ist dann der Landesligist HC Landsberg.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen