Noch immer Waldschäden: Kinder spielen seit Januar und noch bis Ende des Monats am See

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  Balancieren am Seeufer: Weil der Motzacher Wald wegen Baumschäden weiterhin gesperrt ist, können die Kinder des Lindauer Waldk
Balancieren am Seeufer: Weil der Motzacher Wald wegen Baumschäden weiterhin gesperrt ist, können die Kinder des Lindauer Waldkindergartens dort noch nicht spielen. (Foto: Waldkindergarten Lindau)
Lindauer Zeitung

46 Buben und Mädchen besuchen den Lindauer Wald- und Seekindergarten. Sie hoffen inständig, dass sie möglichst bald wieder in „ihrem“ Wald spielen dürfen. Denn seit dem Ende der Weihnachtsferien ist dieser für sie gesperrt, wie Kindergartenleiterin Eva-Maria Löhr der LZ schildert: Die massiven Schneefälle Anfang Januar haben auch im Motzacher Wald viele Bäume beschädigt – weshalb der Waldkindergarten bis jetzt nicht in sein Stammrevier zurück darf.

Entgegen des LZ-Berichts vom Samstag ist die Situation im Motzacher Wald „noch nicht sichergestellt“, wie Löhr schreibt: „Der Wald- und Seekindergarten Lindau mit seinen mittlerweile 46 Kindern ist seit den Weihnachtsferien nicht mehr im Motzacher Wald gewesen.“ Die ersten drei Wochen nach dem Schneeeinbruch hielten sich die Waldkinder im Bauernhof Haug am Brückele und auf der Hinteren Insel auf. Die Freie Schule Lindau sei so gastfreundlich gewesen, den U-3 Kindern, also jenen im Krippenalter, vormittags ihre Schulräume zur Brotzeit und zum Aufwärmen zur Verfügung zu stellen. Auch die kleine Gruppe der Mittagskinder habe dort mitessen und bis zur Abholung verweilen dürfen.

Seit Ende Januar verbringen die Buben und Mädchen ihren Kindergartenalltag am Bodenseeufer in Zech. „Die örtliche Veränderung über einen so langen Zeitraum benötigt viel Flexibilität, Verständnis und Mehreinsatz, von den Waldkindern und deren Eltern, aber genauso auch vom Team und dem Träger“, sagt Löhr. Sie nennt unter anderem hohe Parkgebühren und Busfahrtkosten, um zum Mittagessen ins Haug am Brückele zu fahren. In den 20 Jahren seit der Gründung des Waldkindergartens habe es noch nicht eine solche Ausnahmesituation wie in diesem Jahr gegeben.

Osternester am Seeufer suchen

Dennoch „geht es allen gut am See“, zieht die Kita-Leiterin Bilanz. Die Waldkinder sind nach ihren Worten bei jedem Wetter mit voller Spielfreude dabei. Sogar der Osterhase aus dem Motzacher Wald hat ihnen nun die gefüllten Nester am Seeufer versteckt, was dem Nachwuchs viel Freude gemacht habe.

Mit den Staatsforsten Sonthofen sei der Waldkindergarten im engen Kontakt und pflege „eine sehr gute Zusammenarbeit“. Voraussichtlich Anfang Mai gehe es wieder zurück in den Motzacher Wald.

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