Niklas Gathof verpasst das Podest nur knapp

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 Niklas Gathof (rechts) in Altstätten.
Niklas Gathof (rechts) in Altstätten. (Foto: Tomotion)
Lindauer Zeitung

In Ermangelung passender deutscher Rennen hat es Evgeny Sidorenko und Niklas Gathof vom Lindauer Mountainbike-Team Tomotion am vergangenen Wochenende in die Schweiz gezogen. Beim Ostschweizer Bike Cup in Altstätten verpasste Gathof in der U19-Kategorie mit Platz vier nur knapp den Sprung aufs Podium. In der Fun Masters-Kategorie fuhr auch Sidorenko ein starkes Rennen und wurde mit einem Platz auf dem Altersklasse-Podium sowie Rang vier in der Gesamtwertung belohnt. Mark Jagenow und David Klaiss vertraten ihr Team beim Schauinsland-König nahe Freiburg. Bei seinem ersten Bergrennen überhaupt erkämpfte sich Jagenow Rang 18 seiner Alterskategorie, David Klaiss erreichte einen Platz im Mittelfeld.

In Altstätten wurden am vergangenen Wochenende die Kantonsmeisterschaften im Cross Country ausgetragen, so dass sich vor allem der junge Lizenzfahrer Niklas Gathof in der U19-Kategorie mit einer starken Konkurrenz konfrontiert sah. Die Lizenz-Kategorie hatte sieben Runden mit insgesamt 26,3 Kilometern und rund 800 Höhenmetern zu bewältigen. Die technisch nicht allzu anspruchsvolle Strecke hielt einen langen Anstieg für die Fahrer bereit, der zum Schluss hin mit 25 Prozent Steigung richtig steil wurde. Der Tomotion-Nachwuchsfahrer legte zu Beginn ein hohes Tempo vor und verteidigte über lange Zeit Platz zwei seiner Altersklasse. „In den letzten zwei Runden verlor ich allerdings, der Hitze geschuldet, einiges an Zeit“, erinnert er sich. „Mein schnelles Anfangstempo konnte mich am Ende aber auf Platz vier in der U19 retten“.

Für seinen Teamkollegen Evgeny Sidorenko standen in der Fun Masters Kategorie fünf Runden auf dem Programm. Nach einer schnellen ersten Runde, die der Tettnanger auf Platz fünf des rund 50-köpfigen Feldes beendete, war er über längere Strecken alleine unterwegs. In der letzten Runde zog ein anderer Fahrer an ihm vorbei. „Ich beschloss, an ihm dranzubleiben. Also Vollgas! Ich folgte meinem Vordermann eine halbe Runde lang, zog dann alle Register und überholte ihn, bevor es in die Abfahrt ging. Schließlich fuhr ich mit deutlichem Vorsprung als Vierter der Gesamtwertung und Zweiter meiner Kategorie über die Ziellinie“.

Im Schwarzwald fand am selben Tag nahe Freiburg das Bergrennen Schauinsland König statt. Mit dabei: Mark Jagenow und David Klaiss im schwarz-cyanfarbenen Trikot des Lindauer Rennstalls. Für Jagenow, der in der Vorwoche das erste Cross-Country-Rennen seiner Karriere bestritten hatte, war auch das Bergrennen auf dem Rennrad eine Premiere. „Das Ganze war schon sehr ungewohnt. Eine völlig andere Atmosphäre als bei Mountainbike-Rennen“, schmunzelt er. Alle acht Sekunden wurde ein Fahrer auf die Strecke geschickt. Jagenow, der ein ausgewiesener Marathon-Spezialist ist, tat sich mit dem für ihn ungewohnten Rennformat zunächst etwas schwer und fand nur langsam ins Rennen. Dann jedoch lief es: „Im guten Flow ging es nach oben. Ich habe mich saugut gefühlt. Als ich zum 2K-Schild kam, wurde es immer flacher. Also Hände an den Unterlenker und Vollgas“. Für die 11,5 Kilometer und 750 Höhenmeter benötigte Mark Jagenow 37:46 Minuten. „Da ich eine Zeit von 40 Minuten anvisiert hatte, bin ich damit und mit meinem 18. Platz in der M35-Altersklasse recht zufrieden. Ein schöner Einstand!“

David Klaiss erlebte nach der Hälfte der Strecke einen Einbruch. Kurz vor dem Ziel konnte er noch einmal beschleunigen und erkämpfte sich nach 43:05 Minuten mit Rang 55 einen Platz im Mittelfeld der Elite-Kategorie.

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