Neunjährige tot, Mutter verletzt - Familiendrama?

Lesedauer: 4 Min
In diesem Haus in der Rotmoosstraße hat die Polizei am Mittwoch ein totes Kind und seine Mutter gefunden, die in Lebensgefahr sc
In diesem Haus in der Rotmoosstraße hat die Polizei am Mittwoch ein totes Kind und seine Mutter gefunden, die in Lebensgefahr schwebt.

Die Polizei hat am Mittwoch ein neunjähriges Mädchen tot in einer Lindauer Wohnung gefunden.

In der Wohnung war auch die Mutter des Kindes, die in Lebensgefahr schwebt. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen Dritter hat die Polizei nicht. Die Polizei geht vielmehr von einem Familiendrama aus.

Hinweise auf Familiendrama

Die Schulleitung meldete der Polizei Lindau das Mädchen als vermisst, nachdem dieses am Mittwoch nicht zum Unterricht erschienen war. Beamte der Polizei Lindau öffneten daraufhin die Wohnung. Dabei fanden sie die Neunjährige leblos in der Wohnung. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mädchens feststellen.

Zur Feststellung der Todesursache des Mädchens ordnete das Amtsgericht Kempten auf Antrag der zuständigen Staatsanwaltschaft eine gerichtsmedizinische Untersuchung an, deren Ergebnis in den nächsten Tagen erwartet wird. Die Kriminalpolizei Lindau hat die Ermittlungen übernommen.

Nachbarn sind fassungslos

Nachbarn standen am Mittwochabend vor dem Haus und waren fassungslos. Viele hatten die Rettungsaktion beobachtet, an der neben Polizei und Rettungsdienst auch die Feuerwehr beteiligt war. Viele Autos der Rettungskräfte standen stundenlang vor dem Gebäude.

Das Mädchen sei immer so fröhlich gewesen, sagen die Nachbarinnen. Das gelte auch für die Mutter, die seit vielen Jahren in dem Haus gewohnt hat. Sie sei allerdings nicht über einen schweren Schicksalsschlag vor wenigen Wochen hinweg gekommen. Die Frauen berichten von alltäglichen Begegnungen erst vor wenigen Tagen. Dass unter ihrem Dach sowas passiert, hätten sie niemals erwartet.

Mit Beil und Messer Frau und Kinder getötet

Erst kürzlich hatte sich in der Region ein Familiendramen ereignet. So hatte ein damals 53-Jährigen aus Untereschach, der Anfang Juli laut Ermittlungen ebenfalls mit Beil und Messer, erst seine 18-jährige Stieftochter im Schlaf erschlug, dann die wach gewordene Ehefrau (37) auf der Flucht meuchelte und schließlich eine weitere Stieftochter im Alter von 14 Jahren brachial tötete. Bevor er die leibliche Tochter (5) und sich selbst richten konnte, traf die Polizei ein. Damals wollte sich die Ehefrau von ihrem Mann trennen, der sich später im Gefängnis das Leben nahm.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen