Neuer Preis für Musik ohne Grenzen

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 Musikalisch irgendwo anzusiedeln zwischen Jazz, Blues und Popp: das Duo 4675 mit den Schwestern Astrid und Beate Wiesinger
Musikalisch irgendwo anzusiedeln zwischen Jazz, Blues und Popp: das Duo 4675 mit den Schwestern Astrid und Beate Wiesinger (Foto: Fotos: Veranstalter)
Schwäbische Zeitung

Der Rotary-Club Friedrichshafen-Lindau verleiht am 9. Februar den ersten „Creative-Music-Award“. Er gilt Solisten oder Ensembles, die mit Freude neue musikalische Ausdrucksweisen suchen, schreiben die Rotarier in einer Pressemitteilung

Anna Maurer spielt seit ihrer Kindheit Klavier und Saxophon, singt, komponiert, arrangiert und gründete mit 13 Jahren ihre erste Band, sie ist im Jazz so zu Hause wie in Pop, HipHop und Salsa.

Als Duo 4675 sind die Schwestern Astrid und Beate Wiesinger auf Saxophon und Kontrabass unkonventionell unkategorisierbar zwischen Jazz, Blues und Pop unterwegs. Das Percussion-Duo Porter unternimmt Zeitreisen durch Barock, Romantik, Impressionismus und Moderne, dabei erfinden Jessica und Vanessa Porter Schlagzeug und Marimbaphon neu.

Die Musikerinnen bewerben sich um den ersten „Creative-Music- Award“, den der Rotary-Club Friedrichshafen-Lindau am 9. Februar verleiht. Das öffentliche Wettbewerbskonzert findet im Forum am See auf der Lindauer Insel statt und beginnt um 17 Uhr. „Wir wollen Künstler auszeichnen, die lustvoll neue Wege beschreiten und aus der Vielfalt musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten schöpfen“, sagt Peter Vogel, der künstlerische Leiter und Ideengeber des neuen Formats.

Anstelle des bisher verliehenen Rotary-Jugend-Musikpreises trägt der Creative-Music-Award frischen Entwicklungen in der Musik Rechnung. Der Wettbewerb richtet sich an Solisten und Ensembles, die sich zwischen oder jenseits bewährter Genres bewegen und so das Publikum auf eine freudige Entdeckungsreise mitnehmen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Künstler präsentieren sich in jeweils 30-minütigen Auftritten mit einem für sie typischen Programm und als vorgegebener Aufgabe zum Beethovenjahr mit ihren Versionen von „Für Elise“.

Die Konzertbesucher können ihren Favoriten mit dem „Publikumspreis“ prämieren. Die Hauptpreise werden von einer hochkarätigen Jury vergeben, in der neben dem Vorsitzenden Peter Vogel, der Feuilletonist der Augsburger Allgemeinen Zeitung, Rüdiger Heinze, und mit Wolfgang Lackerschmid einer der international profiliertesten deutschen Jazzmusiker und Komponisten sitzen.

Die Bewerberinnen sind durchweg Meisterinnen ihres Fachs. Die 1995 geborene Anna Maurer ist mehrfache Preisträgerin des österreichischen Bundeswettbewerbs „Podium Jazz-Pop-Rock“ und war 2014 im Finale des Youngstars Wettbewerbs. Sie ist am Institut für Popularmusik sowie an der Privatuniversität Wien eingeschrieben.

Jessica und Vanessa Porter studierten in Stuttgart und am Royal College of Music, London. Als Percussion Duo Porter erhielten sie zahlreiche Förderpreise, wurden in die Deutsche Stiftung Musikleben aufgenommen und gewannen 2017 den online Wettbewerb Percussive Arts Web Contest in Italien. Sie geben Konzerte und Meisterkurse in Europa, Amerika und Asien.

Astrid Wiesinger studierte Jazz-Saxophon in Wien, Linz und Luzern, Beate Wiesinger Kontrabass in Linz, Göteborg und Wien. Zusammen musizieren sie im Chamberjazz-Trio „Luchs“, im „Orjazztra Vienna“ und dem siebenköpfgen Art-Pop-Ensemble „echo boomer“ – als „Duo 4675“ verwirklichen sie eigene Kompositions-, Improvisations- und Performancekonzepte.

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