Naturschützer wettern in Lindau gegen Maschinenhalle des Golfclubs

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 Der Golfclub will auf seinem Gelände eine etwa 50 Meter lange, 20 Meter breite und acht Meter hohe Maschinenhalle bauen.
Der Golfclub will auf seinem Gelände eine etwa 50 Meter lange, 20 Meter breite und acht Meter hohe Maschinenhalle bauen. (Foto: Visualisierung: Stadt Lindau)
Redaktionsleiter

Zum wiederholten Mal geraten Golfclub Bad Schachen und Bund Naturschutz wegen eines Bauvorhabens aneinander. Diesmal wettert der BN gegen eine geplante Maschinenhalle. Das Bauamt hält den Bau für verträglich. Am Donnerstag muss der Bauausschuss entscheiden.

Der Golfclub will auf einem bisher als Waldparkplatz oder Holzlagerplatz genutzten Grundstück eine Halle bauen, die mehr als 50 Meter lang, 20 Meter breit und acht Meter hoch sein soll. Darin will der Verein laut Sitzungsvorlage seine Traktoren, Rasenmäher und andere Maschinen für die Platzpflege unterstellen und außerdem Werkstätten, Lagerflächen und Sozialräume für die Mitarbeiter einrichten. All diese Einrichtungen seien bisher an verschiedenen stellen des Clubgeländes untergebracht.

Vor einigen Jahren habe der Verein den Bau der Halle nahe der Bodenseeresidenz geplant, das habe das Bauamt aber wegen des Landschaftsbildes als unmöglich eingestuft. Der jetzt geplante Standort sei dagegen eingegrünt und auch von der Lage her besser geeignet. Letzte Absprache mit dem Forstamt und der Naturschutzbehörde fehlten noch, grundsätzlich hält das Bauamt den Neubau aber für genehmigungsfähig.

Dem widerspricht der Bund Naturschutz vehement. Die bisherigen Bauten und der Parkplatz des Golfclubs hätten die Natur auf dem Schönbühl erheblich geschädigt, schreibt BN-Kreisvorsitzender Erich Jörg, der im Gegensatz zum Bauamt keine Rechtsgrundlage für den geplanten Bau sieht. Jörg behauptet zudem, für den Neubau müssten sicher „viele Bäume gefällt werden“. Davon steht in der Vorlage des Bauamts nichts.

Jörg erinnert an wiederholte Diskussionen über das Grundstück des Holzlagerplatzes. Entgegen früherer Auflagen des Forstamts nutze der Verein den Platz gewerblich für Kies- und Sandablagerungen, herumfahrenden und abgestellten Baufahrzeugen und mehreren Plastikrohrstapeln und Steinplatten. Das sollte im Ausschuss zum Thema werden: „Ein wahrer Schandfleck inmitten dieses Waldareals! Wie konnte es dazu kommen, wer hat das genehmigt?“

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