Nach Unfall: Polizei gibt B 31 erst um 22.30 Uhr wieder frei

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 Am Montagabend kommt es auf der B 31 zu Stau.
Am Montagabend kommt es auf der B 31 zu Stau. (Foto: Christian Flemming)
Lindauer Zeitung

Nach dem Unfall am Montagabend hat sich der Verkehr auf der B 31 in Richtung Friedrichshafen über Stunden gestaut (die LZ berichtete). Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, blieb die Straße bis 22.30 Uhr gesperrt. Auch der Unfallhergang konnte offenbar geklärt werden. Der beim Unfall entstandene Blechschaden wird auf 20 000 Euro beziffert.

Wie berichtet, wollte ein 57-Jähriger gegen 17.30 Uhr von der B 12 kommend über die Anschlusstelle Lindau auf die B 31 in Richtung Friedrichshafen fahren, als es zum Unfall kam. Der Mann habe den Rückstau gesehen, weshalb er unmittelbar am Beginn des Beschleunigungsstreifens nach links fuhr, um offensichtlich verbotswidrig auf der Kraftfahrstraße zu wenden. Dies gelang jedoch nicht: Er prallte frontal mit dem Sattelzug eines entgegenkommenden zusammen. Der Lastwagenfahrer hatte nach Angaben der Polizei noch versucht zu bremsen, konnte den Unfall aber nicht mehr verhindern.

Die B 31 musste für mehrere Stunden bis 22.30 Uhr in Richtung Friedrichshafen gesperrt werden. Der 57-Jährige wurde durch den Unfall leicht verletzt. Der total beschädigte Wagen musste abgeschleppt werden. Sachschaden: 20 000 Euro. Die Schadenshöhe am Sattelzug sei noch nicht bekannt.

Wie die Polizei berichtet, liefen aus dem Sattelzug größere Mengen Diesel aus, der durch das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr gebunden wurde. Zudem war der Sattelzug mit 24 Tonnen Edelstahlstangen beladen, welche durch die Vollbremsung die vordere Bordwand des Sattelaufliegers durchschlagen und sich ins Führerhaus, sowie in den Motorblock gebohrt hatten.

Durch die Feuerwehr konnte die Ladung mit einem Kran wieder in die richtige Lage verbracht werden, bevor die Sattelzugmaschine abgeschleppt wurde. Zeitweise musste für die Bergung des Sattelzugs die B 31 in beide Richtungen gesperrt werden.

Gegen den Unfallverursacher wird wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Der Lkw-Fahrer musste eine Sicherheitsleistung hinterlegen, da die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert war.

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