Nach tödlichem Unfall: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet

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Ein 21-Jähriger stirbt noch an der Unfallstelle. Warum das Auto auf der Gegenfahrspur unterwegs war, ist unklar.
Ein 21-Jähriger stirbt noch an der Unfallstelle. Warum das Auto auf der Gegenfahrspur unterwegs war, ist unklar. (Foto: Fotos: cf)
Lindauer Zeitung

Zwischen dem Diepoldsbergtunnel und der Anschlussstelle Lindau hat sich am Sonntagabend ein schwerer Unfall ereignet, bei dem ein Motorradfahrer ums Leben kam (die LZ berichtete). Nun hat die Polizei weitere Details zu dem Unfall mitgeteilt.

Demnach waren ein 33-jähriger Mann und seine 27-jährige Beifahrerin mit dem Auto von Kressbronn in Richtung Lindau unterwegs und gerieten aus derzeit noch unbekannter Ursache auf die Gegenfahrspur. Sie streiften laut Polizeibericht zunächst das entgegenkommende Auto eines 57-Jährigen und dessen 59-jährigen Beifahrerin. Ein Motorradfahrer, der hinter dem Auto fuhr, habe die Gefahr noch erkannt und konnte nach links ausweichen, allerdings streifte das Auto des Unfallverursachers das Motorrad. Ein weiteres Motorrad konnte nicht mehr ausweichen und prallte frontal mit dem Unfallverursacher zusammen. Der 21-jährige Fahrer des Motorrads starb trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle. Der Unfallverursacher und seine Beifahrerin wurden jeweils schwer verletzt mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser eingeliefert. Der Fahrer des gestreiften Motorrades wurde mit leichteren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kempten wurde die Unfallstelle von einem Sachverständigen untersucht und zwei beteiligte Fahrzeuge zur Spurensicherung sichergestellt. Die B 31 war zwischen der Betriebsausfahrt Schönau und der Anschlussstelle Lindau bis um 22.20 Uhr komplett gesperrt. An der Unfallstelle waren Rettungsdienste aus Bayern, Baden Württemberg und der Schweiz eingesetzt. Weiter waren die Feuerwehr Lindau, das THW Lindau, die Straßenmeisterei Lindenberg und Polizeikräfte aus Bayern und Baden Württemberg an dem Einsatz beteiligt. Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung und der fahrlässigen Tötung wurde eingeleitet.

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