Musiklehrer geben Konzert

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Andrea Müller und Andreas Pielmeier geben ein Konzert in der Maria-Ward-Realschule.
Andrea Müller und Andreas Pielmeier geben ein Konzert in der Maria-Ward-Realschule. (Foto: MWRS Lindau)
Lindauer Zeitung

Mit einer Sonate von Pietro Locatelli, einem Vivaldi-Schüler, hat der Duo-Abend in der Maria-Ward-Realschule begonnen. Andrea Müller an der Querflöte und Andreas Pielmeier am Flügel gaben dort ein Konzert. Und wie die Schule mitteilt, hatte das Duo nicht nur bekannte Werke, etwa von Debussy oder Telemann, in ihrem diesjährigen Pro-gramm.

Gleich an zweiter Stelle glänzte Andrea Müller in „La Flute de Pan“ von Jules Mouquet, die die Zuhörer mit geradezu sphärischen Klängen in eine andere Welt entlockte, schreibt die Schule in einer Pressemitteilung. Doch auch Telemanns „Adagio“ aus dem sicher weniger spektakulären Konzert in D-Dur sei in äußerst anrührender Weise den Zuhörern dargeboten worden.

Der zweite Teil des Konzerts war zunächst von ruhigen, wieder teilweise bekannten Stücken geprägt, etwa einem Chopin-Walzer in neuer Bearbeitung oder einem „Nocturne“ von Philippe Gaubert.

Andreas Pielmeier stellte vier der „12 Kinderstücke“ von Reinhold Glìere (1875 bis 1956) vor, einem Moskauer Komponisten und Lehrer von Sergej Prokofjew, der für sein Bemühen um die Volksmusik der mittelasiatischen Völker hohe Auszeich-nungen bekam. Im Verlauf seiner Karriere nahm er auch impressionistische Stileinflüsse in seine Kompositionen auf. So passte die Auswahl der Klavierstücke hervorragend zu den Kompositionen des ersten Teils, heißt es weiter.

Einen zweiten Höhepunkt bildete die Suite op. 116 für Flöte und Klavier von Benjamin Godard (1849 bis 1895), einem berühmten Vertreter der französischen Salonmusik des ausgehenden 19. Jahrhunderts, der in zwei äußerst temperamentvollen Sätzen und einem „idyllischen“ Satz den Musikern hohe rhythmische Präzision abverlangte.

Nach stürmischem Applaus spielten die beiden Musiklehrer das Thema des Films „Schindlers Liste“ von John Williams noch als Zugabe.

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