Modellprojekte verzögern sich

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Olaf Winkler

Senioren und pflegende Angehörige will der Landkreis unterstützen. Dies soll mithilfe von Koordinationsstellen geschehen.

100 000 Euro stehen dafür im Haushalt bereit. Die dafür notwendigen Träger zu finden verzögert sich. Wohl erst Anfang 2020 könne der Landkreis die entsprechenden Verträge abschließen, kündigte Tobias Walch vom Landratsamt in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Sport des Kreistages an. Im Moment laufen die Gespräche mit möglichen Partnern.

Es geht darum, Senioren aktiv anzusprechen, aber auch unterschiedliche Gruppen bei ihren Angeboten für Senioren zu verknüpfen.

Denkbar aus Sicht von Walch sei beispielsweise eine Zusammenarbeit von Sportvereinen und Kirchen. Um sowohl mit den Senioren als auch mit den verschiedenen Akteuren ins Gespräch zu kommen, soll es zunächst vier Modellstandorte im Landkreis geben. Und dort soll jeweils eine Stelle entstehen, für die der Landkreis je 25 000 Euro pro Jahr zur Verfügung stellt. Die Träger müssen sich am Sach- und Personalaufwand jedoch finanziell beteiligen.

Zwei der vier Partner hat der Landkreis bereits gefunden. Der Zweckverband Seniorenheim Hege soll die Orte Nonnenhorn, Wasserburg und Bodolz abdecken, das Familiennetz Argental zusammen mit der Verwaltungsgemeinschaft die Orte Gestratz, Grünenbach, Maierhöfen und Röthenbach. Weitere Gespräche seien jedoch für die Städte Lindau und Lindenberg notwendig.

In Lindau war ursprünglich die Sozialstation als Partner angedacht. Doch hier gibt es derzeit zahlreiche andere Projekte – und zugleich Personalmangel. Denkbarer Partner hier sei nun die Pflege-Insel Lindau, die Teile des Stadtgebietes abdecken könnte. In Lindenberg laufen die Gespräche mit der Sozialstation Westallgäu. Da sich der Vertragsabschluss verzögert, beschloss der Ausschuss, die bereits 2019 im Haushalt vorgesehenen Mittel umzuschichten. Ausschuss-Mitglied Thomas Goebel blickte bereits weiter. Gelinge der Start des auf zwei Jahre ausgelegten Pilotprojekts, stelle sich bald die Frage, was danach geschehe. Tobias Walch verwies auf die „Dynamik auf Landesebene“. Denkbar sei, dass im Anschluss Fördermittel des Freistaates zur Verfügung stehen. Zunächst gehe es ohnehin darum, Erfahrungen zu sammeln, inwieweit die Koordination gelinge.

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