Mit fremdem Ausweis und unerlaubt eingereist

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Die Polizei erwischt einen Mann, der unerlaubt einreist.
Die Polizei erwischt einen Mann, der unerlaubt einreist. (Foto: Symbol: Stolze)
Lindauer Zeitung

Die Bundespolizei hat am Freitag einen Migranten aus Gambia erwischt, der unerlaubt und mit fremden Dokumenten zur Zahnoperation reisen wollte. Wie es in der Pressemitteilung heißt, war der Mann bereits in Deutschland und Italien als Asylbewerber registriert und hatte sich bei der Einreisekontrolle am Vortag missbräuchlich mit den Dokumenten seines Freundes ausgewiesen.

Der 23-Jährige habe behauptet, dass er beim eiligen Griff in die Schublade unbewusst die Dokumente seines Freundes gegriffen habe. Der Mann gab weiter an, dass er eine Operation bei seinem behandelten Zahnarzt in Baden-Württemberg habe. Den Termin am Dienstag hatte der scheinbare Patient jedoch längst versäumt. Die Behandlungskosten in Höhe von 800 Euro wollte der Busreisende, der lediglich 20 Euro bei sich hatte, in Raten abzahlen.

Angeblich sei der Verdächtige nur nach Italien gereist, um seine Dokumente verlängern zu lassen, um sich dann mit diesen und der Hilfe seines Sozialarbeiters in Deutschland niederzulassen.

Der Migrant, der erstmals vor drei Jahren ins Bundesgebiet eingereist war und einen Asylantrag gestellt hatte, war nach dessen Ablehnung bis Anfang Oktober geduldeter Ausländer in Deutschland, schreibt die Polizei. Mit seiner Ausreise nach Italien und Rücknahme des Asylantrages vor wenigen Wochen erlosch auch die Duldung des Westafrikaners.

Der Beschuldigte muss sich nun wegen des Verdachts des Missbrauchs von Ausweisdokumenten sowie der versuchten unerlaubten Einreise verantworten. Die Beamten lieferten den Gambier nach der richterlichen Vorführung in die Justizvollzugsanstalt Eichstätt ein.

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