Mehr als 400 Babys in Lindau geboren

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 Das Westallgäuer Paar Effiong und Simon Uzodimma hat an Heiligabend eine ganz besondere Bescherung erlebt: Ihr Sohn Goodnews is
Das Westallgäuer Paar Effiong und Simon Uzodimma hat an Heiligabend eine ganz besondere Bescherung erlebt: Ihr Sohn Goodnews ist an diesem Abend sozusagen als Christkind im Lindauer Krankenhaus zur Welt gekommen. (Foto: dik)

„Wir haben die 400 geknackt“, sagt Oberärztin Dr. Carmen Graf: Mit 409 Babys liegt die Geburtenrate in der Lindauer Asklepios-Klinik nur knapp unter der vom Vorjahr. Insgesamt, so die Medizinerin, bekommen die Lindauer seit einigen Jahren wieder mehr Kinder. Und manche von ihnen haben es ganz besonders eilig.

Da gab es zum Beispiel jenes Neugeborene aus dem oberen Landkreis, das noch im Rettungswagen auf dem Weg zum Lindauer Krankenhaus auf die Welt gekommen ist. „Die Ärztin war informiert und ist dem Krankenwagen hinterhergefahren“, erzählt Graf. Als die Kollegin dann einen Krankenwagen am Straßenrand hat parken sehen, habe sie sofort geschaltet und an dessen Tür geklopft. „Da war das Baby grad eine Minute da.“ Nicht nur die Mutter, auch die Sanitäter seien froh gewesen, dass ein Profi so schnell zur Stelle gewesen war.

Ganz so schnell muss es zwar nicht immer gehen, grundsätzlich freut sich Graf aber, wenn Geburten zügig verlaufen – vor allem beim zweiten Kind und wenn es beim älteren Geschwisterchen länger gedauert hat. „So eine lange Geburt sitzt einem natürlich im Nacken und da ist es schön, wenn es beim zweiten Mal schneller geht“, sagt sie.

Für Frauen, die schon Kinder haben, bietet die Asklepios-Klinik das so genannte Storchentaxi an. Wenn die Wehen losgehen, können die Frauen das Taxi anrufen. Der Taxifahrer bringt sie dann in die Klinik, die Rechnung bezahlt das Krankenhaus. Der Papa kann sich dann zum Beispiel noch um das größere Geschwisterchen kümmern und später nachkommen.

Genutzt wird das Taxi nach Grafs Worten vor allem von Familien aus dem oberen Landkreis. Aber auch für Frauen mit Migrationshintergrund sei diese Einrichtung es eine gute Alternative, um ins Krankenhaus zu kommen, denn ihre Familien besitzen oft kein Auto.

Wenn der Nachwuchs Wendelin heißt

Zwei Nigerianer waren es, die im vergangenen Jahr eine ganz besondere Geburt erlebt haben: Wie berichtet hat Effiong Uzodimma an Heiligabend um 20.11 Uhr ihren Sohn Goodnews zur Welt gebracht. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Mann Simon in Weiler-Simmerberg und durfte ihr kerngesundes „Christkind“ schon bald mit nach Hause nehmen.

Goodnews gehört übrigens zu den ausgefalleneren Namen des vergangenen Jahres. In der Regel folgen die Lindauer dem Deutschlandtrend und nennen ihre Babys gerne Ben, Sofie oder Emma. Oder Wendelin. Denn, so Graf: „Alte deutsche Namen sind im Kommen.“

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