Mehr als 100 Schüler bringen „Momo“ auf die Bühne

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 Die Schüler des Valentin-Heider-Gymnasiums ernteten für ihre Vorstellung viel Applaus.
Die Schüler des Valentin-Heider-Gymnasiums ernteten für ihre Vorstellung viel Applaus. (Foto: Denise Tatavitto)
Denise Tatavitto

Nach langer Vorbereitungszeit und vielen Sonderproben hat die Theater-AG des Valentin-Heider-Gymnasiums (VHG) gemeinsam mit dem Schulchor, der Video AG und der Bühnenbild AG Michael Endes „Momo“ aufgeführt. Daran beteiligt waren über 100 Schüler der Unterstufe.

Mit selbst komponierten Liedern und viel Text verbrachten die Schüler einige Stunden ihrer Freizeit in den Proben, damit die Aufführung reibungslos funktionierten konnte. Die Hauptrolle der Momo spielte die Sechstklässlerin Vivien Wogatzky, die sich mit den grauen Männern anlegte, und den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte. Natürlich waren auch die Rollen des Straßenkehrers Beppo, des Fremdenführers Gigi, dem Meister Hora und vielen weiteren Nebenrollen mit Kindern aus der Unterstufe besetzt. Vor allem die Schildkröte Kassiopeia, gespielt von Lovis Steinmayer, sorgte mit seinem Schildkrötenpanzer aus dem 3D-Drucker bei den Zuschauern für Staunen . Ohne Texthänger und ohne jegliche Spur von Lampenfieber führten die Jugendlichen eine Stunde lang durch die Aufführung und gaben Endes Roman sehr detailgetreu an die Zuschauer wieder. Die Schreinerei Steur in Kapfreute fertigte das wandelbare Bühnenbild aus Holz zum Selbstkostenpreis an, und die Video-AG sorgte sogar für Animationen. Eltern, Lehrer und Schulleiter waren begeistert von der schauspielerischen Leistung der Schüler und spendeten ihnen am Ende viel Applaus. Das Ziel des Projekts war es,, die Zuschauer zum Nachdenken anzuregen. Wie die Erwachsenen im Roman, hetzen die Menschen in der modernen Gesellschaft durchs Leben: Die Leute arbeiten schneller und gönnen sich weder Pausen noch Vergnügen.

Gehetzte Gesellschaft

Doch trotz Zeitsparens haben sie immer weniger Zeit. Momo erkennt, dass ihre Freunde immer unglücklicher werden und versucht, die Menschen dazu zu motivieren, sich wieder Zeit für die wirklich wichtigen Dinge zu nehmen: Freundschaft, Beziehungen und Spaß. Die Lehrerin Katrin Finger, die Regie führte, appellierte an die Zuschauer im Alltag etwas mehr wie „Momo“ zu sein. Das nächste große Projekt der Theater AG steht in zwei Jahren an.

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