Mark Jagenow fährt in Singen überraschend aufs Podium

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Ben Cloudt kämpfte in Kirchhain mit dem Schlamm.
Ben Cloudt kämpfte in Kirchhain mit dem Schlamm. (Foto: Fotos: PR)
Lindauer Zeitung

Mit seinem Altersklassensieg beim Hegau Bike Marathon in Singen überraschte sich Mark Jagenow vom Lindauer Mountainbike-Team Tomotion auf der Kurzdistanz selbst. Freudestrahlend stand er außerdem mit Platz drei des über 150-köpfigen Starterfelds auf dem Podium der Gesamtwertung. Sein Teamkollege Jan Finster verpasste in Singen knapp das Treppchen, freute sich aber über Rang vier seiner Altersklasse. Auf der Mittelstrecke fuhr Christian Ludewig mit Rang sieben in die Top Ten seiner Kategorie, David Klaiss wurde in der Hauptklasse Herren Elfter. Beim Hunburg Marathon im hessischen Kirchhain gelang Ben Cloudt ein großer Wurf: trotz Regen und Kälte setzte er sich in der U19-Altersklasse durch und stand ganz oben auf dem Podium.

Seine Tochter glaubte fest an ihn und malte ihrem Papa schon vor dem Rennen ein Bild, das ihn auf dem Podium zeigte. Was blieb Mark Jagenow da anderes übrig, als Gas zu geben? Mit den Anstrengungen eines Trainingslagers in den Beinen, hatte er sich beim Hegau Bike Marathon für die Kurzdistanz mit 31 Kilometern und 650 Höhenmetern entschieden. Jagenow kam gut vom Start weg und konnte sich bereits am ersten Anstieg nach vorne arbeiten.

Mitstreiter verhilft Jagenow zum Podiumsplatz

Einen guten Teil des Rennens bestritt er gemeinsam mit erst zwei, später dann einem Konkurrenten und konnte im Windschatten Körner sparen. „Kurz vor einem steilen Anstieg sah ich das Führungsmotorrad und nur zwei Fahrer vor uns. Ab da war mir klar, dass es hier um Platz drei geht“, erinnert sich der Tomotion-Fahrer.

Auf den letzten drei flachen Kilometern versuchte sein Mitstreiter, ihm davon zu fahren und verbrauchte damit seine letzten Reserven. „So konnte ich locker flockig und ausgeruht die letzten 300 Meter im Vollsprint vorbeiziehen und mein erstes Podium im Gesamtklassement ergattern“, berichtet der Bad Säckinger freudestrahlend.

Jan Finster, der in dieser Saison bereits zweimal auf dem Podium stand, erwischte dieses Mal weder einen guten Start, noch eine gute Gruppe. Dadurch war er nahezu über die gesamte Distanz hinweg alleine im Wind unterwegs. Mit Rang vier seiner Altersklasse schrammte er am Ende knapp am Podium vorbei.

Auf der Mittelstrecke hatten Christian Ludewig und David Klaiss 49 Kilometer und 1400 Höhenmeter zu bewältigen. Nachdem er im Rennen ein gutes Tempo gefahren war, bekam Ludewig gegen Ende Probleme mit Krämpfen. In einem mit rund 250 Fahrern gut besetzten Starterfeld erkämpfte er sich trotzdem den siebten Platz der Master1-Kategorie, Klaiss wurde in der Herren-Hauptklasse Elfter.

Ben Cloudt stand beim Hunburg Marathon in Kirchhain am Start der Mittelstrecke mit 42 Kilometern und gut tausend Höhenmetern. Bei widrigen Wetterbedingungen mit Regen und sechs Grad Celsius wurde die Langdistanz vom Veranstalter kurz vor Rennbeginn sogar gestrichen. „Das sehr schlammige Terrain und die vielen nassen Wurzeln und Felspassagen kosteten enorm viel Kraft“, berichtet der junge Tomotion-Fahrer, der in diesem Rennen kein Schlammloch ausließ. Er kam gut vom Start weg und konnte sich bereits vor der ersten Trailpassage in der Spitzengruppe etablieren. Auf diese Weise gelang Ben Cloudt ein Start-Ziel-Sieg in seiner Altersklasse U19 sowie Rang 20 im Gesamtklassement. „Nach dem deprimierenden Marathon in Sundern-Hagen vor zwei Wochen, wo ich auf Podiumskurs war, als mir mein Schaltwerk krumm gefahren wurde, hat heute alles geklappt wie geplant“, freute er sich.

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