Marihuana, Kokain und gefälschte Scheine

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Die Grenzpolizei Lindau hat am vergangenen Wochenende mehrere Personen mit Rauschgift erwischt.
Die Grenzpolizei Lindau hat am vergangenen Wochenende mehrere Personen mit Rauschgift erwischt. (Foto: Symbolbild/dpa)
Lindauer Zeitung

Die Grenzpolizei Lindau hat am vergangenen Wochenende mehrere Personen mit Rauschgift erwischt. Das berichtet das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in einer Mitteilung.

Am Freitagnachmittag wurde ein junges Pärchen aus Baden-Württemberg auf der A 96, nahe Weißensberg, von einer Streife der Grenzpolizei angehalten und kontrolliert. Dabei fanden die Beamten zehn frische Marihuanapflanzen, die die beiden im Auto versteckt hatten. Im Laufe der weiteren Sachbearbeitung wurden weitere 30 Gramm Marihuana sichergestellt. Nachdem die Personalien des 32-Jährigen und seiner 27-jährigen Begleiterin auf der Dienststelle aufgenommen wurden, konnten die beiden nach entsprechender Sachbehandlung ihre Reise, jedoch ohne die Betäubungsmittel fortsetzen, schreibt die Polizei.

Am selben Abend wurden die Fahnder bei der Kontrolle eines 21-Jährigen am Lindauer Bahnhof fündig. Bei ihm stellten die Grenzpolizisten mehr als drei Gramm Marihuana sicher, das er kurz zuvor aus Österreich mitgebracht hatte. Nach erfolgter Anzeigenaufnahme konnte er seine Besuchsreise fortsetzen. Eine Stunde später kontrollierten die Beamten einen weiteren Reisenden aus Österreich. Bei dem 22-Jährigen stellten sie einen Joint sicher und erstellten ebenfalls eine Anzeige nach dem Betäubungsmittelgesetz.

Strafverfahren wegen Drogenschmuggels

Im Verlauf des weiteren Abends fiel den Grenzpolizisten ein 22-Jähriger am Bahnhof in Lindau auf. Bei der Kontrolle wirkte er sichtlich nervös, was die Beamten zu weiteren Maßnahmen veranlasste. So fanden sie bei ihm 30 Gramm Marihuana, eine Kleinmenge Kokain sowie einen falschen 50-Euro-Schein. Zudem erhärtete sich der Verdacht des Handels mit Betäubungsmitteln. Der Fall wurde an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergegeben.

Am Samstagabend wurde auf der A 96 auf Höhe Sigmarszell, ein Fahrzeug aus Oberbayern angehalten. Bei der Kontrolle stellten die Beamten bei dem 37-jährigen Fahrer nicht nur knapp neun Gramm Haschisch und Marihuana fest, sondern dass er zudem auch noch selbst unter Drogen stand, was ein Test bestätigte. Da er das Rauschgift aus Österreich einführte, wurde gegen ihn zudem ein Strafverfahren wegen Drogenschmuggels eingeleitet. Bei einem weiteren 22-Jährigen, der am Samstagabend im Lindauer Bahnhof kontrolliert wurde, konnten die Fahnder eine Kleinmenge Marihuana feststellen. Diese wurde im Rahmen der Sachbearbeitung sichergestellt und gegen den Mann ein Strafverfahren eingeleitet.

Aber nicht nur Rauschgiftdelikte stellten die Grenzpolizisten bei ihren Kontrollen fest, sondern auch illegale Einreisen, die nach Feststellung zuständigkeitshalber an die Kollegen der Bundespolizei weitergegeben wurden. So auch ein 18-jähriger Afghane, der am Sonntagabend mit nicht vorschriftsgemäßen Dokumenten mit dem Zug aus Österreich einreisen wollte.

Einen weiteren Reisenden aus Österreich erwischten die Fahnder, als er zum wiederholten Mal versuchte nach Deutschland einzureisen. Der aus Italien stammende 36-jährige Ägypter wurde bereits am Sonntagmorgen wegen ungültigen Personaldokumenten von den Kollegen der Bundespolizei zurückgewiesen. Der Wiederholungstäter wurde von der Bundespolizei in Haft genommen und muss nun mit einer längeren Einreisesperre für Deutschland rechnen. Auch ein 36-jähriger Kosovare aus Lindau wurde am späten Sonntagabend im Stadtgebiet gestellt, der seit mehreren Wochen die Zahlung seiner Haftpflichtversicherung für sein Auto schuldig blieb. Die Weiterfahrt wurde unterbunden und er sieht sich nun mit einer Anzeige nach dem Pflichtversicherungsgesetz konfrontiert, berichtet die Polizei.

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