Mannschaften lernen voneinander

Lesedauer: 3 Min

Auch die Kinder haben ihren Spaß bei der Far Niente.
Auch die Kinder haben ihren Spaß bei der Far Niente. (Foto: privat)
Lindauer Zeitung

Temperaturen über 30 Grad Celsius und täglich ein leichter bis kräftiger Wind, dazu kein Tropfen Regen. Die Far Niente im Untersee bot perfekte Bedingungen – auch wenn der Wasserstand mit rund 3.30 Meter etwas spärlich ausgefallen ist. Die 23 Lacustre konnten nur noch drei Häfen anlaufen: Steckborn, Radolfzell und Öhningen.

Deren Hafenmeister zeigten sich laut Vereinsbericht flexibel und ließen die Lacustre jeweils zwei Nächte im Hafen, so dass Jeannette Friedrich das komplette Programm im Untersee abhalten konnte. „Am meisten hat mich gefreut, dass wir so viele Kinder wie noch nie dabei hatten,“ sagte die Organisatorin bei der Kinderolympiade in Öhningen. „23 Schiffe, 46 Erwachsene und 23 Kinder. Um die Zukunft der Klasse muss ich mir keine Gedanken machen.“ Treffpunkt in Steckborn. Es folgte am nächsten Tag eine entspannte Überführungsregatta nach Öhningen. Am Dienstag gab es eine Up-and-Down-Regatta vor Öhningen, am Mittwoch eine Überführungswettfahrt nach Radolfzell. Am Donnerstag wurde wieder vor Radolfzell gesegelt, ehe es am Freitag zum Abschluss nach Steckborn ging. „Der See hat in diesem Jahr schon sehr wenig Wasser,“ sagte Mitorganisator und Lacustre-Klassenpräsident Ernst Zollinger. „Jeder, der nur ein klein wenig auf der Seite hinausgefahren ist, steckte schon im Schlick.“

Was aber bei 28 Grad Wassertemperatur kein großes Problem war: Bei dem weichen Untergrund musste die Mannschaft die Badehosen anziehen und konnte den Havaristen problemlos ins tiefere Wasser schieben. Manche Schraube fing mehr als nur einen Eimer voll Schlingpflanzen ein, worauf der Bootsspeed auch unter Maschine auf die Schrittgeschwindigkeit eines Kleinkinds absank.

Die Far Niente der Lacustre wurde zum 56. Mal ausgetragen, sie ist Anfang August ein Treffen der Fahrtensegler. In den Wettfahrten wechseln die Mannschaften teils untereinander und lernen voneinander. Zum Bremsen des Ehrgeizes muss der Tagessieger in der nächsten Wettfahrt einen bremsenden Fender hinterherziehen. Die Far Niente stand unter dem Motto: „Blau wie der Himmel“.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen