München prüft Finanzierung neuer S-Bahn bis Lindau

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 Die Vorarlberg-S-Bahn verbindet Lindau heute im Halbstundentakt mit Bregenz. Künftig könnten Züge bis in die Schweiz weiterfahr
Die Vorarlberg-S-Bahn verbindet Lindau heute im Halbstundentakt mit Bregenz. Künftig könnten Züge bis in die Schweiz weiterfahren. Ob Bayern sich an den Kosten beteiligt, wird derzeit in München geprüft. (Foto: Archiv: ee)
Lindauer Zeitung

Dass angedacht ist, die Bodensee-S-Bahn von der Schweiz über Bregenz bis Lindau zu verlängern, macht viele Menschen am östlichen Bodensee hellhörig. Dazu gehört auch der Lindauer Andreas von Hollen: Er hat jetzt beim bayerischen Verkehrsministerium nachgefragt, ob der Freistaat die geplante neue S-Bahn-Linie am See finanziell fördern will. Die Antwort aus München: Staatsministerium und Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) prüfen das derzeit und wollen das Ergebnis im Herbst bekanntgeben.

Die Kantone Thurgau und St. Gallen sowie der Verkehrsverbund Vorarlberg möchten eine neue Linie des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) zwischen Lindau und der Schweiz einrichten, daran erinnert der Vertreter der BEG. Der neue „Regio-Express“ solle in jenen Stunden verkehren, in denen auch nach 2020 keine Fernverkehrsverbindung angeboten wird. In diesen „Zeitlagen“ solle die neue S-Bahn die „Taktsystem in Deutschland, Vorarlberg und der Schweiz verbinden“, heißt es im Antwortschreiben. So werde die Reisezeit um 15 bis 45 Minuten kürzen und außerdem entstünden neue Direktverbindungen.

Starten könnte die neue Zugverbindung laut BEG voraussichtlich ab Ende 2021 – „sofern der erforderliche Infrastrukturausbau in Österreich bis dahin abgeschlossen wird“, schreibt die BEG. Zu von Hollens Frage heißt es, der Freistaat sei bereits um eine finanzielle Beteiligung gebeten worden. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft und das bayerische Verkehrsministerium würden aktuell prüfen, ob der Freistaat die Betriebskosten dieser angedachten Linienverlängerung zwischen der deutschen Grenze und dem Lindauer Inselbahnhof übernehmen könnte. Das Ergebnis dieser Untersuchung soll laut BEG voraussichtlich im Herbst veröffentlicht werden.

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