Luina schützt das Bodensee-Vergissmeinnicht

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Setzen sich mit Luina fürs Bodensee-Vergissmeinnicht ein (von links): Michaela Berghofer Geschäftsführerin des Landschaftspfleg
Setzen sich mit Luina fürs Bodensee-Vergissmeinnicht ein (von links): Michaela Berghofer Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbands Lindau-Westallgäu, Künstlerin Stefanie Steinmayer, Landrat Elmar Stegmann und Autorin Sabine Kleiner. (Foto: Yvonne Roither)

Die bayerischen Landschaftspflegeverbände wollen mit der bundesweit einzigartigen und der mittlerweile im zehnten Jahr laufenden Kampagne „Bayerns UrEinwohner“ die Artenvielfalt und den Artenschutz der Öffentlichkeit näher bringen. Mit bunten Aktionen und Initiativen rund um die UrEinwohner-Arten machen sie damit Landschaft, Lebensräume und Naturschätze erlebbar. Der Deutsche Verband für Landschafpflege betreut die UrEinwohner-Projekte. Gefördert wird dieses Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Die kleine Seejungfrau Luina hat einen neuen Schatz gefunden: das Bodensee-Vergissmeinnicht. Das gilt es nun zu schützen, denn das Pflänzchen ist bedroht. Was ihr schadet und was wir für sie tun können, verraten Luina und ihr Freund Sinan in ihrem Abenteuer „Luina und das Bodensee-Vergissmeinnicht“. Sabine Kleiner und Stefanie Steinmayer haben das Büchlein auf Initiative des Landschaftspflegeverbands Lindau-Westallgäu für das Projekt „Bayerns Ureinwohner“ verfasst. Das Buch wird an Schulen verteilt, für die es auch Führungen geben soll.

Die Abenteuer von Luina und Sinan sind am Bodensee nicht nur Kindern bekannt. Nun ist die Botschafterin für den Bodensee auch „Botschafterin für den Naturschutz“, sagt die Lindauer Künstlerin Stefanie Steinmayer, von der die bunt-verspielten Prägebilder stammen. In dem Buch gehe es darum, den Kindern auf spielerische und spannende Art zu vermitteln, „was der Pflanze schadet und was ihr guttut“, sagt Autorin Sabine Kleiner. Und natürlich darum, was Sinan und Luina tun können, um das Pflänzchen zu schützen. Das Bodensee-Vergissmeinnicht passt gut zu ihnen: Es wächst am Kiesufer, das während der Sommermonate überflutet ist – und ist somit in beiden Welten der Freunde Zuhause.

Auch Hunde gefährden Pflänzchen

Das Büchlein enthält neben den aufwändigen Zeichnungen und Illustrationen von Stefanie Steinmayer – sie fertigt alle Prägebilder aus handgeschöpftenm Büttenpapier – auch Fotos, vor allem vom Vergissmeinnicht. Luina und Sinan verraten den Lesern, was gefährlich für die Pflanze ist: buddelnde Hunde, Treibholz oder Lagerfeuer auf dem Kiesstrand. Und dabei kommen sie ganz ohne erhobenen Zeigefinger aus.

„Wir wollten spielerisch darauf aufmerksam machen, was es für Schätze gibt“, sagt Elmar Stegmann, Landrat und Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes, bei der Präsentation des Buches über die Pflanze, die nur am Bodensee vorkommt. „Das ist ausgezeichnet gelungen“, lautet sein Fazit. Das Projekt zum Schutz der bedrohten Pflanze habe „bayernweit Vorbildcharakter“. Das Büchlein werde nicht nur an Schulen verteilt, es gebe auch Führungen mit Schulklassen zum Vergissmeinnicht. Ende April soll es zudem eine gemeinsame Führung mit der Gebietsbetreuung „Moore, Tobel und Bodenseeufer“ geben. Das Büchlein und entsprechende Steinmayer-Postkarten zum Vergissmeinnicht werden auch bei den Lindauer Gartentagen präsentiert.

Das Bodensee-Vergissmeinnicht blüht derzeit himmelbau, verrät Michaela Berghofer, Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbands. Das Projekt soll weitergehen, auch wenn das Blümchen längst verblüht ist.

Die bayerischen Landschaftspflegeverbände wollen mit der bundesweit einzigartigen und der mittlerweile im zehnten Jahr laufenden Kampagne „Bayerns UrEinwohner“ die Artenvielfalt und den Artenschutz der Öffentlichkeit näher bringen. Mit bunten Aktionen und Initiativen rund um die UrEinwohner-Arten machen sie damit Landschaft, Lebensräume und Naturschätze erlebbar. Der Deutsche Verband für Landschafpflege betreut die UrEinwohner-Projekte. Gefördert wird dieses Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

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